Ausstellung in Berg

Kunstwerk des Monats: Jäger und Roth im Doppelpack

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Am 8. Juli gibt es im Katharina-von-Bora-Haus gleich zwei Kunstwerke zu bestaunen:ein Bild von Isabelle Roth sowie ein Objekt von Gerd Jäger.

Berg - Vor einem Jahr starb der Bildhauer Gerd Jäger aus Farchach. Nun wird eines seiner Werke noch einmal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Rahmen der Reihe "Kunstwerk des Monats" wird ein Objekt aus Jägers früherer Schaffensperiode zu sehen sein. Zeitgleich stellt auch die Malerin Isabelle Roth aus Gelting ein Werk im Katharina-von-Bora-Haus aus. 

Jeden zweiten Mittwoch im Monat findet im Berger Fischackerweg 10 eine Kunstpräsentation statt. In Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Berg zeigt die evangelische Kirchengemeinde im Katharina-von-Bora-Haus ein oder, wie in diesem speziellen Fall, zwei Kunstwerke von Kulturschaffenden aus der Region. Aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Absagen von Veranstaltungen gab es bisher nur die Möglichkeit von Video-Präsentationen. Damit ist aber jetzt Schluss. Am Mittwoch, 8. Juli, um 19.30 Uhr findet im Garten des Bora-Hauses die erste reguläre Ausstellungseröffnung vor und mit Publikum statt. Die im Landkreis beliebte und geschätzte Kunstreihe wird von Katja Sebald kuratiert und von der Gemeinde Berg finanziell gefördert. 

Dass es im Juli und August gleich zwei Werke zu bestaunen gibt, geht auch auf die Initiative von Isabelle Roth zurück, die Gerd Jäger kurz vor seinem Tod für die Serie "Kunstwerk des Monats" vorgeschlagen hat. Die Doppelausstellung ist nun auch eine kleine Hommage von Roth an ihr künstlerisches Vorbild Jäger. 


Gerd Jäger: Naturschützer und Maler

Die Vita  des Bildhauers aus Farcharch ist breit gefächert, wie Kuratorin Katja Sebald weiß: "Als streitbarer Naturschützer war er weit über Berg hinaus gefürchtet. 1942 als Sohn eines Försters in Schönau im Schwarzwald geboren, war ihm die Liebe zur Natur bereits in die Wiege gelegt worden. Er studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und Bildhauerei bei Robert Jacobsen in München. Er gehörte zu den Protagonisten der Münchner Studentenbewegung, war Gründungsmitglied der Berger Grünen und einer der Künstler, die sich Anfang der 1990er Jahre für den Erhalt des Berger Marstalls als Kulturraum engagierten. Holz war das von Gerd Jäger seit vielen Jahren ausschließlich verwendete Material, dessen Ausdrucksmöglichkeiten er bis ins Detail untersuchte"

Isabelle Roth: Schweizerin mit vielen Talenten

Ebenso beeindruckend liest sich auch der Lebenslauf von Isabelle Roth. Wie Ausstellungskoordinatorin Katja Sebald zu berichten weiß "wurde Roth 1969 in Zürich geboren. Sie absolvierte eine Tanzausbildung an der Colombo Dance Factory in Zürich, besuchte die Scuola Teatro Dimitri im Tessin und studierte von 1995 bis 2000 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 2015 lebt und arbeitet sie in Gelting. Ihre Arbeiten, die in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und in der Schweiz zu sehen waren, sind ebenso freundliche wie geheimnisvolle Bilderzählungen im Grenzland zwischen Zeichnung und Malerei. Sie entstehen auf extrem großformatigen Leinwänden durch zahlreiche übereinander aufgebrachte Farbschichten, Formsetzungen und Übermalungen."


Sinen Thalheimer im September zu Gast

Der nächste Termin für die Reihe "Kunstwerk des Monats" stehen auch schon fest. Am Mittwoch, 9. September, wird Sinen Thalheimer im Katharina-Bora-Haus zu Gast sein. 

Von Florian Ladurner

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