Landfrauentag

Familie, Freunde und Glaube

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Andechs – Zum traditionellen Landfrauentag kamen in diesem Jahr auf Einladung der Kreisbäuerin Anita Painhofer nicht nur rund 200 Bäuerinnen in den Floriansstadel in Andechs.

Auch der frühere Skistar Christa Kinshofer fühlte sich in der gelockerten Atmosphäre sichtlich wohl. Sie referierte außerdem über das Thema: „Kämpfen – Stürzen – Aufstehen.“ Den Auftakt bildete wie jedes Jahr der Festgottesdienst in der Klosterkirche, den Dekan Anton Brandstetter aus Weßling zelebrierte. Wie man sich aus auswegslosen Situationen wieder aufrappelt, dies demonstrierte Christa Kinshofer als Festrednerin an ihrem eigenen Beispiel. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges folgte sehr schnell der tiefe Fall, betonte Kinshofer. Anfang der 80er Jahre hätten sich nach schwindenden Erfolgen und Kritik am Trainerteam Probleme mit dem Deutschen Skiverband (DSV) eingestellt. Keinesfalls wohlwollende Kommentare in den einschlägigen Medien, man bezeichnete die damals 21-Jährige abwertend als „Diva“ oder „Hollywood-Christa“, taten ihr übriges. Es endete im Ausscheiden aus dem Nationalteam. Doch „Kinsi“, wie sie in erfolgreichen Zeiten liebevoll genannt wurde, gab nicht auf. Nach einem unbeirrten Neuanfang, nach einem kurzen Ausflug ins niederländische Team die Wiederaufnahme in den deutschen Nationalkader und Erfolgen bei Olympia arbeitet Christa Kinshofer heute als erfolgreiche Buchautorin, als Referentin und als Firmen-Coach. Sie habe sich oft in aussichtslosen Situationen befunden, räumte Kinshofer ein. Die Erkenntnis aber, das Leben sei kein Wunschkonzert, habe sie dann zur Kämpferin gemacht. Ihren Zuhörerinnen gab sie abschließend drei Punkte mit auf den Weg: „Familie, Freunde und nicht zuletzt der Glaube an sich selbst sind wichtig, um auch in schweren Lebenslagen nicht aufzugeben, sondern aufzustehen und weiterzumachen.“ Aufrichtige Worte, über die noch viel diskutiert wurde. Aber auch die Geselligkeit kam beim Landfrauentag nicht zu kurz. Unter anderem sorgten der Landfrauenchor Starnberg und eine turbulente Theateraufführung für Begeisterung. „Es ist mir wichtig, dass bei diesen Treffen mittlerweile auch der Wohlfühlfaktor eine wichtige Rolle spielt. Und dies war, das hat die positive Resonanz gezeigt, auch in diesem Jahr wieder der Fall“, zog Painhofer Resümee. pop

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