Ambulanter Pflegedienst

Am besten zu Hause

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Gilching – „Optimale Beratung beginnt mit aufmerksamen Zuhören“, sagt Ursula Hübner vom Sozialdienstes Gilching.

„Danach erstellen wir auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittenen einen Pflegeplan.“ Derzeit werden in Gilching 100 Personen durch die Ambulante Pflege betreut.

Vor rund hundert Jahren war es üblich, im Krankheits-, Pflege und Sterbefall zu Hause von den Angehörigen betreut zu werden. Mittlerweile haben Krankenhäuser, Pflegeheime und Hospizeinrichtungen diese Aufgabe übernommen. Bis auf wenige Ausnahmen. „Es gibt noch Familien, die ihre pflegebedürftigen oder kurzzeitig erkrankten Angehörigen lieber zu Haus haben. Für die Pflegemaßnahmen springt dann die ambulante Krankenpflege ein“, erklärt Hübner. „Wenn die Menschen im häuslichen Umfeld bleiben können, ist es allemal besser, als wenn sie in einer für sie fremden Einrichtung untergebracht werden. Aber oft geht es halt nicht.“ Im Moment werden 100 Personen von einer Pflegedienstleiterin und 14 Pflegern und Pflegerinnen betreut. Außerdem stehen den Fachkräften vier Auszubildende zur Seite. „Es gibt leider keine jungen Menschen mehr in Deutschland, die den Beruf des Alten- oder Krankenpflegers wählen. Unsere Auszubildenden kommen aus Österreich, Polen, Marokko und Indonesien.“ Die Klientel der betreuten Personen ist zwischen 40 und 103 Jahre alt. Zu 70 Prozent sind es Frauen. Wobei die ambulante Pflege nicht getrennt von häuslichen Maßnahmen und Hilfeleistungen anderer Organisationen gesehen werden kann. „Wir arbeiten sehr eng mit den Angehörigen aber auch mit dem Palliativteam und den Mitarbeitern des Hospizvereins zusammen. Nur so wird eine optimale Pflege möglich. Oft werden bis zu fünf Besuche täglich bei einem einzigen Patienten notwendig.“ Angeboten wird außerdem die sogenannte Verhinderungspflege. „Das wissen die wenigsten Menschen. Wird ein Angehöriger mit Pflegestufe rundum zu Hause betreut, kann stunden- oder auch tageweise die ambulante Pflege in Anspruch genommen werden. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der pflegende Angehörige verhindert ist, weil er einfach mal ein paar Stunden Erholung braucht oder aber auch in Urlaub fährt.“ Damit alles mit rechten Dingen zugeht, kommt einmal jährlich der Medizinische Dienst der Krankenkassen ins Haus, prüft die Unterlagen und unterhält sich mit betreuten Personen. „Wir haben auch heuer wieder erwartungsgemäß mit sehr gut abgeschnitten“, freut sich Hübner. Beruflich ist sie diplomierte Wirtschaftsingenieurin und gehört seit Jahren im Dreierbund mit Marc Engelhardt und Irene Böhm dem geschäftsführenden Vorstand an. Polly Polster

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