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Landkreis Starnberg: Noch bleiben die Müllgebühren stabil

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Von: Oliver Puls

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Awista-Vorstand Christoph Wufka ist mit dem Geschäftsjahr 2021 insgesamt zufrieden.
Awista-Vorstand Christoph Wufka ist mit dem Geschäftsjahr 2021 insgesamt zufrieden. © Awista

Starnberg – Noch bleiben die Gebühren für die Müllentsorgung, Gelber Sack, Bio- und Papiertonne stabil. Ob das auch in Zukunft so sein wird, lässt Christoph Wufka, Vorstand des Kommunalunternehmens Abfallwirtschaftsverband Starnberg (Awista), beim Pressegespräch am Donnerstag offen. Neben den stark steigenden Energiekosten ist es vor allem eine Novelle des Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), die den Preis nach oben treiben könnte.

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 16. September beschlossen, die thermische Verwertung, also Müllverbrennung, in das nationale Emissionshandelssystem aufzunehmen. Hintergrund ist unter anderem die schwierige Energieversorgungslage und damit verbunden die steigenden Preise. Außerdem soll in zwei Jahren ein entsprechendes Gesetz auf EU-Ebene verabschiedet werden. Stimmt der Bundestag dem Vorschlag zu, wird ab 1. Januar 2023 Restmüll und Holz (auch Holzbrennstoffe) mit in das BEHG einbezogen – was 35 Euro pro Tonne im ersten Jahr der Einführung kosten soll. „Die Kritiker sprechen von einer versteckten Steuererhöhung“, erklärt Christoph Wufka zu der Novellierung. Ob das so kommt oder nicht, weiß in Moment niemand. Das Awista werde das mit einplanen, will aber die Gebühren nicht erhöhen, so Vorstand Wufka.

Das Kommunalunternehmen steht in seiner Bilanz für 2021 kerngesund da und schließt mit einer Bilanzsumme von 17,93 Millionen Euro ab, knapp 861.000 Euro mehr als im Vorjahr, stellte Wufka gemeinsam mit dem Leiter für Personal und Unternehmenskommunikation Sebastian Roth die Zahlen vor. Das Abfallaufkommen pro Landkreis-Einwohner insgesamt belief sich im vergangenen Jahr auf 552 Kilogramm. Die Restabfall-pro-Kopf-Menge lag mit 113 Kilo auf Vorjahresniveau, auch wird im Landkreis gut getrennt, zeigen sich beiden zufrieden. Die Menge an Verpackungen ist gestiegen, die Menge an Papier, Pappe und Kartonagen dagegen sinkt, was auch am geringer werdenden Gewicht der Kartonagen zu tun hat. „Geld verdient wird mit Papier, Metall und mittlerweile auch mit Altholz“, betont Wufka. Mit dem Trennverhalten der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis ist das Awista zufrieden. „Im Großen und Ganzen können wir die Bevölkerung im Landkreis loben“, sagt Wufka. Um unabhängiger von fremdem Gas zu werden, empfiehlt der Awista-Vorstand weiter verstärkt zu recyceln, Bioabfall etwa werde vergoren und liefere letztlich Gas. Jetzt für den Herbst bietet das Entsorgungsunternehmen den Grüngut-BigBag für Gartenabfälle an: 39 Euro für ein Volumen einem Kubikmeter, der vom Awista abgeholt wird. Mehr unter guengut.service@awista-starnberg.de.

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