Asylbewerber

Gesucht: Grundstücke für Wohn-Container

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Landkreis – Bei der Unterbringung der Asylbewerber geht der Landkreis Starnberg neue Wege – gezwungenermaßen. Gesucht werden jetzt große Grundstücke am Ortsrand als Container-Standorte.

Jede Woche stehen 38 Asylbewerber vor dem Landratsamt, zugewiesen durch die Regierung von Oberbayern, entsprechend des Einwohnerschlüssels des Landkreis. „Der Druck wird stärker“, betonte Landrat Karl am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Bereits heute leben 960 Asylsuchende im Landkreis, erst vor gut einer Woche haben in der Inninger Schulturnhalle 194 von ihnen Quartier bezogen. Das sei natürlich kein Zustand, so Roth, daher müsse man nach neuen Lösungen für eine menschenwürdige Unterbringung suchen. Kreisbaumeister Christian Kühnel sucht derweil händeringend nach größeren Grundstücken, die am Ortsrand und möglichst an einer Straße liegen oder zumindest leicht zu erschließen sind. Dort sollen Container aufgestellt werden, die zwischen 50, 100 und 150 Menschen eine Bleibe geben. „Wir wollen keine Großunterkünfte, wir müssen aber schnell reagieren und die Container-Lösung ist die einzige Alternative“, versicherte er. Laut Kühnel sollen die Container so gestaltet werden, dass sich sechs Personen – ähnlich einer WG – eine Wohnung teilen. „Mit allem was dazu gehört wie Küche, Kühlschrank und Bad“, sagte Kühnel. Die Einrichtung soll ebenfalls standardisiert werden, damit die drei Hausmeister des Landkreises schnell defekte Spülkästen oder ähnliches reparieren können. Die Container werden übrigens entsprechend den Wünschen der Kreisverwaltung produziert. Und sie werden den neuesten Energieeffizienz-Auflagen entsprechen. Bis die Container jedoch bezogen werden können, vergehen rund sieben Monate. Als Übergangslösung hat Roth zum ersten Mal nun auch Zelte zur Diskussion gestellt. „Die ersten Container stehen frühestens Mitte November, wohin mit den Menschen solange?“ Auch eine Belegung weiterer Turnhallen schließt er nicht mehr aus. „Wir werden bei der Unterbringung freilich darauf achten, dass die Personen zusammenpassen, versicherte Sabine Neumann, die Teamleiterin Asyl im Landratsamt. Der Landkreis sucht jetzt Grundstücksbesitzer und Landwirte, die für eine befristete Zeit ihre Flächen und Wiesen zur Verfügung stellen. Ansprechpartner im Landratsamt ist Dominik Weiß vom Amt für Bauwesen und Technik unter der Telefonnummer 08151/148-415.po

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