Entscheidung ist gefallen

Landkreis Starnberg richtet in Gauting Corona-Impfzentrum ein

21.11.2020, Baden-Württemberg, Ulm: An Kim Gühler wird im Messezentrum eine Impfung simuliert. Das Deutsche Rote Kreuz probte den Ablauf zur Impfung eines Corona-Impfstoffs
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In Gauting soll auf dem Gelände der  Asklepios-Klinik das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Starnberg entstehen. Andere Regionen proben in ihren Impfzentren bereits den Ablauf (Symbolbild).

Landkreis - Es war die Meldung der Woche. Großbritannien hat als erstes Land weltweit die Zulassung für einen Corona-Impfstoff bestätigt. Mittels Notfall-Dekret übernimmt nun die britische Regierung in Sachen Impfung gegen das Coronavirus die globale Vorreiterrolle und düpiert dabei die EU und außenpolitische Partner wie die USA. In Deutschland und speziell im Bundesland Bayern ist man wahrlich noch nicht so weit. Doch geht es nach der Bayerischen Staatsregierung, so befindet man sich derzeit schon auf der Zielgeraden, wie aus der Staatskanzlei zu hören ist. 

Man „bereitet sich intensiv auf den Zeitpunkt vor, ab dem Schutzimpfungen gegen das Corona-Virus möglich sein werden“, heißt es in einem Presseschreiben, das über die wesentlichen Beschlüsse der vergangenen Kabinettssitzung Anfang Dezember informiert.

In Kooperation mit den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden streben Ministerpräsident Söder und sein Kabinett an bis Mitte Dezember in allen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten Impfzentren einzurichten. Während in manchen Landkreisen noch nach einem geeigneten Standort für die Impfzentren gesucht wird, hat der Landkreis Starnberg schon einen idealen Platz zur Errichtung der Einrichtung gefunden. Das Gelände der Gautinger Asklepios-Klinik soll das Corona-Impfzentrum beherbergen. „Für die Auswahl des Standortes waren Kriterien wie etwa feste Räumlichkeiten mit einer vorhandenen Infrastruktur, Parkmöglichkeiten, verkehrliche Zu- und Anfahrt sowie rasche Nutzbarkeit besonders wichtig. In der Gautinger Klinik gibt es freie, ungenutzte Räumlichkeiten, die sich für die Nutzung als Impfzentrum gut eignen“, begründet das Landratsamt die Standortwahl.

Im nächsten Schritt geht es darum, einen Betreiber für das Impfzentrum zu finden. Dieses soll nämlich von einem externen Dienstleister in einer Komplettlösung, heißt mit eigenem Ärzte- und Verwaltungspersonal betrieben werden. Im Impfzentrum sollen täglich bis zu 250 Impfungen vorgenommen werden können. Darüber hinaus soll es vier mobile Impfteams geben, die zu lokalen Einrichtungen (wie beispielsweise Altenheimen) fahren und dort die Impfungen ambulant vornehmen.

Gemäß dem bayerischen Impfkonzept ist zunächst vorgesehen die Impfungen für Risikogruppen, zum Beispiel ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen bereitzustellen. Weiters sollen auch Betreute und Bewohner in stationären Einrichtungen geimpft werden. Prioritär behandelt werden sollen im Gautinger Impfzentrum zudem auch Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko etwa aufgrund ihres Berufs (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) sowie Berufsgruppen aus sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr und dem Gesundheitswesen.

Kreisbote/Florian Ladurner

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