Weßlinger Bauausschuss

Halteverbot vor der Grundschule

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Weßling – Soll in der Schulstraße in Zukunft von 7 bis 14 Uhr ein absolutes Halteverbot gelten? Ein entsprechender Antrag lag den Räten an der jüngsten Bauausschusssitzung vor.

Diese sprachen sich dafür aus und entsprachen damit dem Wunsch der Leiterin und des Elternbeirats der Grundschule Weßling. Rektorin Maria Streifinger begründete den Vorstoß damit, dass auf der direkt am Eingang und Ausgang der Schule gelegenen Straße unter anderem der Schulbus Probleme habe, an den parkenden und wartenden Autos vorbeizukommen. Vor allem aber ist sie um die Sicherheit ihrer Grundschülerinnen und -schüler besorgt, denn im Laufe der Zeit habe sie schon manch brenzlige Situationen mit ansehen müssen, als etwa die Kinder nach Schulschluss kopflos zu ihren wartenden Eltern gerannt sind. „Nicht nur einmal dachte ich: Bua! War das knapp!“ Grundsätzlich hatte Peter Weiß (Freie Wähler) Verständnis für das Anliegen, zeigte sich aber trotzdem zurückhaltend: „Warum müssen jetzt wieder Schilder aufgebaut werden, wo wir doch gerade den Schilderwald eindämmen. Schafft es der Elternbeirat nicht, sich ohne Schild durchzusetzen?“ Nein, antwortete die darauf angesprochene Rektorin. Seit vielen Jahren seien regelmäßig Schreiben an die Eltern gegangen mit der Bitte, die Kinder nicht auf der besagten Straße auszuladen oder abzuholen. Das Anliegen habe sie auch immer begründet. Ohne Erfolg: Tag für Tag hielten Eltern vor der Schule an, blockierten den anfahrenden Schulbus und waren eine potentielle Gefahr für fremde, aber auch für die eigenen Kinder. "Ich finde es sehr schade, dass der Aufruf nichts gebracht hat und jetzt Verbotsschilder aufgestellt werden müssen", bedauerte Streifinger. Der Grund dafür, dass manche Erziehungsberechtige der Aufforderung nicht nachgingen, sieht sie in der Bequemlichkeit. Sie persönlich hofft, dass im Zuge des Verbots wieder mehr Eltern mit ihren Sprösslingen den Weg zur Lehrstätte zu Fuß zurücklegen. Das hätte dann gleich einen weiteren positiven Nebeneffekt: Denn so sei nicht nur die Straße frei, sondern die Kleinen hätten sich vor Schulbeginn schon ein bisserl bewegt. Dem Gemeinderat ist sie sehr dankbar, dass sie dem Antrag entsprochen haben. Wie aber stellt man sicher, dass das Verbot auch eingehalten werde? „Frau Streifinger sagte, sie werde sich darum kümmern“, antwortete Bürgermeister Michael Muther. „Und das traue ich ihr auch zu.“ Da mussten die Räte lachen. Auch sie schienen an der Durchsetzungskraft der Grundschulchefin nicht zu zweifeln. mk

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