Eröffnung mit deutlichen Worten

Landrat Karl Roth bringt bei Freigabe des Herrschinger Kreisels Unterlassungsklage ins Spiel

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Seit Montag offiziell in Betrieb: (v.l.) Stefan Höck (Landratsamt), Benjamin Neudert (Ingenieur), Landrat Karl Roth, Robert Miller (Firma Stohmaier), Silke Schweigler (Staatliches Bauamt), Bürgermeister Christian Schiller und Kreiskämmerer Stefan Pilgram am Herrschinger Kreisel.

Herrsching – In Betrieb ist er bereits seit ein paar Tagen, am Montagnachmittag wurde Herrschings erster Kreisverkehr am Mühlfeld nun auch offiziell eröffnet. Vor allem für die Erschließung des künftigen Gymnasiums spielt der Kreisel, der nach fünf Monaten Bauzeit jetzt fertiggestellt werden konnte, eine große Rolle. Landrat Karl Roth ging auch auf das erneute Bürgerbegehren zur Standortfrage ein – und wurde deutlich.

Einen „ersten Mosaikstein“ nannte Roth den Kreisel am südlichen Ortseingang von Herrsching. Das Ortsschild wird übrigens in Richtung Andechs versetzt, damit auch für den Kreisverkehr Tempo 50 gilt. Neben dem Landrat waren unter anderem Bürgermeister Christian Schiller, Silke Schweigler vom Staatlichen Bauamt Weilheim, Kreiskämmerer Stefan Pilgram, Kreisverkehrsmanagerin Susanne Münster, Planer Benjamin Neudert und Vertreter der Baufirma Stohmaier nach Herrsching gekommen. Neben Roth lobte auch Rathauschef Schiller die Bauausführung, denn die gesamte Topographie mit der von Andechs mit starkem Gefälle kommenden Staatsstraße 2067 gilt als schwierig. Umso mehr sei man erfreut, dass die Einbindung des Verkehrsknotens so gut gelungen sei. Rund 1,2 Millionen Euro haben die Umbauten vor den Toren Herrschings gekostet, rund ein Drittel der Summe wurde in den Untergrund verbaut. Der Kreisel ist nicht nur für die Erschließung der Baustelle wichtig, sondern auch für die Inbetriebnahme des Gymnasiums – geplant ist das Schuljahr 2022/23 –, denn über ihn wird auch die Schülerbeförderung per Bus abgewickelt. Deutliche Worte fand Roth zum erneuten Anlauf für ein Bürgerbegehren zur Standortverlegung (wir berichteten). Der Landkreis werde kein zweites Grundstück erwerben, das habe bereits der Kreistag so beschlossen. Und sollten ihn die Initiatoren des Bürgerbegehrens – Gerhard Knülle und Willi Welte – weiterhin der Lüge bezichtigen, will Roth dies mit einer einstweiligen Verfügung unterbinden. Einen einjährigen Baustopp bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid bezifferte Kreiskämmerer Pilgram indes zwischen 1,5 bis 2,5 Millionen Euro allein an Kostensteigerung. Und Bürgermeister Schiller versicherte, „selbst wenn ich die Grundstücke (an der Seefelder Straße; d.Red.) geschenkt bekäme, hätte ich niemanden, der dort ein Gymnasium hinstellt“.

po

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