Aus Rücksicht auf die Rettungskräfte

Das Landratsamt Starnberg appelliert: Kein Wassersport

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Die Wassersportsaison hat begonnen - nur soll man nicht auf die Seen, appelliert das Starnberger Landratsamt und Landrat Karl Roth.

Starnberg - Heute hat offiziell die neue Wassersportsaison begonnen. Im Hinblick auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus hat das Bayerische Innenministerium die Allgemeinverfügung zu den Ausgangsbeschränkungen der Bayerischen Staatsregierung für den Wassersport auf den Seen präzisiert. Und Landrat Karl Roth appelliert an alle Wassersportler: Bitte nicht hinaus auf die Seen.

Der Schutzzweck der Allgemeinverfügung, nämlich die Eindämmung der Ausbreitung des Virus, steht im Vordergrund, heißt es in einer Mitteilung des Bayerischen Innenministeriums. Der eigene Hausstand darf nicht ohne triftigen Grund verlassen werden (beispielsweise: Einkaufen und Berufsausübung).Sport und Bewegung an der frischen Luft dürfen weiterhin ausgeübt werden, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung. Was bedeutet das für unsere Seen?

Sportboothäfen, Vereinsgelände, Trockenliegeplätze, Bootshallen und dergleichen sind keine Einrichtungen, die den notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen. Sie dienen der Freizeitgestaltung, ein Betrieb ist damit ausgeschlossen. Der Kranbetrieb von Booten in Sportboothäfen ist nur in begründeten Notfällen (z.B. Wassereinbruch in bereits im Wasser befindlichen Booten) zulässig. Das Ein- und Auswassern von Booten für Arbeiten oder zum Beispiel das Arbeiten an Wasserfahrzeugen (Herrichten zur Vorbereitung der Einwasserung, Streichen, Schleifen etc.) stellt keinen triftigen Grund zum Verlassen des eigenen Hausstands dar und muss als Ausübung eines Hobbys gesehen werden, das in dieser Ausprägung nicht unter die Ausnahme für den Sport fällt. Eine Ausnahme gilt für Gewerbebetriebe (Reparaturfirmen). Häfen, Vereinsanlagen, Trockenliegeplätze und sonstige Freizeitanlagen dürfen nicht benutzt werden, da deren Betrieb untersagt ist. Die Wasserschutzpolizei in Bayern ist angehalten, sich bei der Beurteilung von Verstößen gegen die Allgemeinverfügung im Bereich des Wassersports an dieser Auslegung zu orientieren.

Nach der Allgemeinverfügung ist die Ausübung von Sport und die Bewegung an der frischen Luft alleine oder mit Personen des eigenen Hausstands zulässig.

Grundsätzlich zulässig sind daher rein sportliche Betätigungen auf den Seen.

Das Landratsamt Starnberg bittet die Bürger aber dringend auch hiervon Abstand zu nehmen. Bei der Durchführung des Wassersports kommt es regelmäßig zu Rettungseinsätzen, bei denen das Personal der Wasserwacht, der DLRG, der Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Polizei eingebunden wird. Die Rettungskräfte sind in zunehmenden Maße in die dynamische Situation rund um das Coronavirus eingebunden. Sie müssen rund um die Uhr parat stehen und können ihre Kapazitäten nicht mit Einsätzen im Freizeitbereich vergeuden.

kb

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