Landratsamt Starnberg

Noch einmal im Guten

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Starnberg – Abermals für Zündstoff sorgten die von der Stadt Starnberg geforderten zusätzlichen 60 Stellplätze am Landratsamt – diesmal in der Sitzung des Kreistags. Landrat Karl Roth setzte sich mit seiner Suche nach einem Kompromiss am Ende durch.

Wie berichtet, sieht der Kompromiss eine Beteiligung des Landkreises an einem möglichen künftigen Parkdeck der Stadt Starnberg in diesem Bereich zwischen Seebad und Landratsamt vor. Außerdem will der Kreis auf dem heutigen Areal zehn weitere Stellplätze schaffen. Im Gegenzug bringt die Stadt den alten Bebauungsplan von diesem März ohne die neue Stellplatzsatzung auf den Weg. Kreiskämmerer Stefan Pilgram rechnete in der Weihnachtssitzung den Kreisräten noch einmal vor, was die Forderung der Stadt nach der geänderten Stellplatzsatzung – 25 Quadratmeter statt 35 wie bisher pro Büroeinheit wegen erhöhter Besucherfrequenz – dem Landkreis kosten wird. Die geforderten 60 zusätzlichen Parkplätze kommen auf 920.000 Euro. Baut der Landkreis die (beschlossenen) zehn Stellplätze, kostet das 85.000 Euro, an Ablöse für die 50 Parkplätze muss Pilgram dann 852.000 Euro an die Stadtkasse überweisen. Als erster meldete sich Jürgen Busse (Freie Wähler) und bis vor ein paar Wochen noch selbst Starnberger Stadtrat, zu Wort. Er machte deutlich, ob am jetzigen „alten Landratsamt“ Stellplätze fehlen, sei „völlig belanglos“. Laut Busse bestünde schlicht Bestandschutz. Er wünschte sich von der Kreisverwaltung Auskunft darüber, ob in dem Neubau publikumsträchtige Büros einziehen oder ob dort Einheiten unterkommen, die wenig Besuch erwarten. „Wenn die Ausländerbörde oder die Kfz-Zulassung einziehen, haben wir ordentlich Besucherandrang“, so Busse, „und entsprechenden Parkverkehr“. Ein Gesamtlösung inklusive dem Freizeit-Verkehr forderte Martina Neubauer. Die Grünen-Kreis- und Starnberger Stadträtin wollte sich nicht dem Kompromiss von Landrat Roth anschließen. „Ich will nicht zehn Parkplätze rausschneiden, die eh nicht bringen und nur unseren Haushalt belasten“, sagte Neubauer. „Wir wissen ja auch gar nicht, ob die Stadt das akzeptiert.“ Dagegen hielt Tim Weidner (SPD), ebenfalls Stadtrat in Starnberg: „Wir haben hier wirklich eine Parkplatznot und benötigen jede einzelne Lücke.“ Und der Landrat empfahl, wie bereits im Kreisausschuss, Brücken zu bauen. „Die zehn Stellplätze sind vertretbar“, sagte er mit Blick auf Kämmerer Pilgram. Der Antrag von Martina Neubauer, sich gegenüber der Stadt nicht versöhnlich zu zeigen, fiel wenig später durch. Den Wunsch Jürgen Busses nach Auskünften über die Büroarten beziehungsweise Behördenbereiche, will das Kreisbauamt abklären. Eine große Mehrheit stimmte für Roths Brückenschlag zur Stadt. po

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