Landratsamt Starnberg

Roth geht auf die Stadt Starnberg zu

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Starnberg – Im Parkplatzstreit um die Erweiterung des Landratsamts geht Landrat Karl Roth auf die Starnberger zu. In der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Kreisausschuss beschloss man auf Roths Initiative, zehn zusätzliche Stellplätze zu bauen und sich an einem künftigen Parkdeck der Stadt zu beteiligen. Umgekehrt soll das Rathaus das Bebauungsplanverfahren von den Stellplätzen trennen und dem Landkreis möglichst bald grünes Licht geben.

Wie berichtet, fordert die Stadt vom Landkreis 60 weitere Parkplätze – nachdem der Stellplatzschlüssel von ehemals 35 auf 25 Quadratmeter je Büroeinheit vom Rathaus gesenkt wurde. Für den neuen benachbarten Badetempel „Seebad“ belässt es die Stadt jedoch bei der alten Regelung und kommt so auf 135 Parkeinheiten. Kreiskämmerer Stefan Pilgram rechnete den Mitgliedern des Bau- und Kreisausschusses vor, dass allein zusätzliche zehn Stellplätze 85.000 Euro kosten und abermals den Erweiterungs-Etat belasten. Nach dem herkömmlichen Stellplatzschlüssel kommt die Behörde auf 232 Stellplätze und weist somit sogar 35 mehr als vorgeschrieben aus. Außerdem haben die Planer keine Lösung parat, wo diese zusätzlichen Parkplätze eingerichtet werden könnten. Das gehe nur auf Kosten von Bepflanzung und Baumbestand, was wiederum den Charme den Anlage nehme, so Kämmerer Pilgram. „Die zehn Stellplätze kriegen wir schon unter“, warb der Landrat für seinen Vorschlag. „Ich möchte Brücken bauen“, schilderte Roth seine Gemütslage.Diese war bei Teilen der Kreisräte freilich eine ganz andere. Alle voran Martina Neubauer (Grüne), die auch Starnberger Stadträtin ist, forderte inständig eine härtere Gangart gegenüber der Stadt und Bürgermeisterin Eva John. Denn, die Stadt habe bei der Planung des Seebads bewusst auf das Parkdeck verzichtet, weil dieses noch einmal 1,2 Millionen Euro verschlungen hätte. „Das Ziel ist doch ein ganz anderes“, betonte Neubauer mit Blick auf eine mögliche Ablöse der Stellplätze durch den Kreis. po

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