Wanderausstellung zum Thema Sterbebegleitung

"Das Leben bejahen bis zuletzt"

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An einem guten Platz, weil viel Publikumsverkehr: (v.l.) Dr. Wolfgang Schweiger, Petra Fontana, Renate Dodell und Landrat Karl Roth eröffnen die Ausstellung „Gemeinsam Gehen“.

Starnberg – Jeder zweite Bundesbürger möchte zuhause sterben. Tatsächlich verbringen jedoch 75 Prozent ihre letzten Tage und Stunden in Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Die Wanderausstellung „Gemeinsam Gehen“ im Foyer des Landratsamtes Starnberg beleuchtet das Thema Sterbebegleitung und möchte es stärker ins Bewusstsein aller Bürger rücken.

Die Ausstellung, eine Kooperation der Bayerischen Stiftung Hospiz und des Gesundheitsministeriums, gibt auf 14 Schautafeln einen Einblick in die vielen Facetten der Hospizarbeit und zeigt, dass es dabei nicht nur um einen technischen Versorgungsbaustein im Gesundheitssystem geht, sondern um die innere Haltung zu Tod und Sterben. Gemeinsam mit Landrat Karl Roth, Dr. Wolfgang Schweiger, dem Leitenden Arzt der Palliativmedizin am Klinikum Starnberg, und Petra Fontana von der Fachstelle für Senioren eröffnete die Vorsitzende des Hospizverein im Pfaffenwinkel, Renate Dodell, am Montagabend die Ausstellung. „Das Leben bejahen bis zuletzt“, so Dodell, sei mit entsprechender Begleitung nicht nur für sterbende Menschen, sondern auch für deren Angehörige möglich. Seit 25 Jahren gibt es den Hospizverein Pfaffenwinkel, der eine 24-Stunden-Rufbereitschaft an 365 Tagen unterhält. Dodell bezeichnete die medizinische Versorgungslage und das Angebot an Hospizdiensten in der Region als „sehr gut“. Doch viele Mitmenschen wüssten von diesen guten Angeboten in Notlagen zu wenig, ergänzte Dr. Wolfgang Schweiger. Seit zwölf Jahren gebe es die Palliativ-Abteilung mit sechs Betten am Starnberger Klinikum. „Es gibt keine größere Barmherzigkeit, als Menschen beim Sterben zu begleiten“, betonte er und verwies auf das seit 20 Jahren stetig wachsende Netz für Betroffene und deren Angehörige im Raum Starnberg. Und Landrat Karl Roth wiederum lobte den „Letzte-Hilfe-Kurs“, der Angehörigen den schweren Weg der Sterbebegleitung erleichtere. Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 17. November, während der Öffnungszeiten des Landratsamtes im Foyer zu sehen. Weitere Infos bei der Fachstelle für Senioren. po

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