Lang ersehnte Pläne endlich umgesetzt

Nach knapp 30 Jahren Warten erfolgte am vergangenen Dienstag endlich der Spatenstich für ein neues Gerätehaus der Leutstettener Feuerwehr. Foto: Jaksch

27 Jahre und drei Kommandanten hat es gebraucht, bis am vergangenen Dienstag endlich der symbolische Spatenstich für ein neues Feuerwehrhaus in Leutstetten erfolgen konnte. Bis Ende 2012 soll das neue Gebäude fertiggestellt sein.

Damit geht eine Situation zu Ende, die schon lange nicht mehr tragbar war. Das „alte“ Feuerwehrhaus, das 1905 als Unterstellplatz für Pferdekutschen erbaut worden war, ist schon lange zu klein und viel zu eng. Millimeterarbeit ist nötig, wenn man die Feuerwehrfahrzeuge hinaus beziehungsweise hineinfahren will. Außerdem gibt es keine Umkleiden für die Mannschaft - und was noch gravierender ist: Die Ausfahrt liegt in einer unübersichtlichen Kurve. Ein Zustand, der immer wieder von den Versicherungen bemängelt worden war. Trotz der für alle sichtbaren Situation mussten die Leutstettener lange auf ihr neues Zuhause warten. Immer waren andere Wehren da, die dringender ein neues Haus benötigten. Als es die Leutstettener dann doch endlich geschafft hatten, dass ihre lang ersehnten Pläne im Stadtrat behandelt wurden, war plötzlich zu wenig Geld da. Die Kommunalpolitiker begannen heftig zu diskutieren, ob die Pläne bezahlbar seien oder nicht. Um zu sparen, schlug die Stadtspitze immer wieder vor, wenigstens auf die drei geplanten Wohnungen im Obergeschoß zu verzichten. Die braucht die Leutstettener Wehr laut Kommandant Michael Rattelmüller aber unbedingt. Grund: Die Leutstettener Wehr mit ihren 31 Aktiven hat eine „starke“ Jugend in ihren Reihen. Die bleibt aber der Feuerwehr nur erhalten, wenn sie bezahlbaren Wohnraum am Ort findet und nicht wegziehen muss. Im Übrigen sind die Einsätze der Leutstettener nicht nur auf ihren Ortsteil beschränkt. Wie der stellvertretende Kommandant Karl Wastian informierte, geht das Einsatzgebiet der Leutstettener quasi bis zum Starnberger Klinikum. Die Baukosten des Feuerwehr-Neubaues belaufen sich auf 1,25 Millionen Euro. Eigenleistung wollen die Leutstettener Floriansjünger vor allem beim Innenausbau einbringen sowie bei der Einrichtung.

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