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Lebensgefährlicher „Badespaß“

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Polizei
Die Schriftzug „Polizei“ leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. © Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Landkreis - Am gestrigen Dienstag, gegen 16.00 Uhr verständigte der Leiter der Bayerischen Schifffahrt auf dem Starnberger See die Starnberger Polizeiinspektion und teilte mit, dass der Kapitän eines Fahrgastschiffes am Dampfersteg in Possenhofen nicht anlegen konnte, da dort eine Vielzahl von Jugendlichen über die Absperrung des Anlegesteges kletterten und von dort aus in den See springen. Auch durch die Ankunft des Fahrgastschiffes ließen sie sich davon nicht abbringen.

Als die Polizeistreife kurz darauf am Dampfersteg eintraf, konnten sie acht Jungs, im Alter zwischen 14 und 16 Jahren antreffen, die von den Anlegepollern aus ins Wasser gesprungen waren. Da alle bereits strafmündig sind erwarten sie nun Anzeigen, wegen eines Verstoßes gegen die Bayerische Schifffahrtsordnung.

Außerdem wird geprüft, ob wegen des Aufenthaltes hinter der Absperrung auf dem Steg sogar ein Hausfriedensbruch vorliegen könnte. Ob die Bayerische Schifffahrt Schadensersatzansprüche an die Verursacher stellen wird, ist nicht bekannt.

Abgesehen von den repressiven Folgen steht natürlich die Vermeidung der eigenen Gefährdung der Jugendlichen im Vordergrund. Ein Fahrgastschiff entwickelt beim An- und Ablegen enorme Druck- und Sogwirkungen, dass ein Schwimmer, der dem Schiff zu nahe kommt, keine Chance hat dagegen anzuschwimmen .Auch ein Ausweichen eines Fahrgastschiffes ist bei seinem enormen Gewicht und bei solchen Manövern kaum möglich. Diese Problematik beschränkt sich nicht alleine auf den Steg in Possenhofen, auch die meisten der anderen Dampferstege sind davon betroffen.

Kreisbote

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