Lösung gefällt allen Beteiligten

Erst vor wenigen Wochen teilte die Herrschinger Tafel mit, dass sie dringend neue, zentral gelegene Räumlichkeiten sucht. Erste Bemühungen blieben erfolglos. Auch der Kreisbote startete nach einem Gespräch mit Vertretern der Tafel einen Aufruf, private Grundbesitzer mögen die soziale Einrichtung doch unterstützen. Überraschend zeichnet sich jetzt eine Lösung ab, die allen Beteiligten gefällt: Die Tafel zieht bei der Herrschinger Insel ein.

Möglich wurde diese Lösung aus zweierlei Gründen. Der Bauausschuss beschloss jüngst in nichtöffentlicher Sitzung, das Gebäude an der Bahnhofstraße 38 nicht, wie ursprünglich geplant, zu verkaufen. Und dann zog überraschend noch ein Mieter aus dem Anwesen, in dem bereits die Anlaufselle der Herrschinger Insel ihr Domizil gefunden hat. Bislang ist die soziale Einrichtung, die einmal pro Woche an rund hundert Frauen und Männer Lebensmittelspenden ausgibt, im evangelischen Gemeindehaus untergebracht. Die Räume dort platzen mittlerweile aus allen Nähten. Für Kühltruhen für Frische-Produkte fehlt der Platz. „Wir müssen die Waren auf unsere Privatkühlschränke aufteilen, wenn wir sie nicht wegwerfen wollen“, sagte Projektleiterin Karen Bauer erst kürzlich bei einem Pressegespräch. Außerdem sind die Räume im ersten Obergeschoß für ältere Menschen und Besucher mit Behinderungen alleine kaum zu erreichen. Das Gebäude am Bahnhof ist für die Bedürfnisse der Tafel ideal: Zentral gelegen, aber dennoch anonym; ferner findet die Tafel dort auf rund 70 Quadratmetern Platz. Zusätzlich gibt es im Keller weitere Abteile. Möglicherweise wollen beide Organisationen – Tafel und Insel – kleinere Umbauten für eine optimalere Raumaufteilung vornehmen. Wie diese neue Aufteilung dann aussieht, daran arbeiten beide Verbände momentan. Ein großer Wunsch der Tafel wäre eine Verlegung des Eingangs, der dann mit einer Rampe versehen werden soll. Praktisch für die Herrschinger Insel ist der Umstand, dass die Lebensmittel nur einmal pro Woche verteilt werden. Die übrige Zeit könnte sie die Räumlichkeiten mitbenutzen. Nachdem die Gemeinde Besitzer des Anwesens ist, wolle man die Tafel mietfrei dort residieren lassen, kündigte Bürgermeister Christian Schiller an. Darüber hinaus wird es von der Gemeinde aber keine weiteren Zuschüsse geben. Im Haushalt für 2009 sind 8.000 Euro für die soziale Einrichtung vorgesehen, damit könnte die Rampe gebaut und für einen barrierefreien Zugang gesorgt werden. Bis auf weiteres öffnet die Herrschinger Tafel aber nach wie vor jeden Mittwoch von 13.30 bis 15 Uhr in den Räumen der evangelischen Kirche ihre Pforten.

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