Lösung für schwieriges Grundstück

Der Siegerentwurf des Architektenbüros Goetz Hootz Castorph sieht eine einfache Gebäudestruktur vor. Foto: Jaksch

Mit einem Neubau auf dem Grundstück des ehemaligen Radhauses an der Wittelsbacherstraße in Starnberg soll das „Eingangstor“ in die Innenstadt vom Tutzinger-Hof-Platz aus verbessert werden. Dazu hatte die Stadt einen städtebaulichen und landesplanerischen Ideenwettbewerb ausgelobt. Jüngst wurden die drei besten Arbeiten prämiert. Den ersten Preis erhielt das Architektenbüro Goetz Hootz Castorph, Architekten und Stadtplaner GmbH aus München, die bereits das neue Jugendhaus „Nepomuk“ geplant haben.

Die Jury entschied sich letztendlich nicht nur aufgrund der klaren Gebäudestrukturen und funktionalen Grundrisse für diesen Entwurf, sondern auch wegen der sensiblen Gestaltung des Raumes am Georgenbachweg östlich des Tutzinger-Hof-Platzes. Tenor: Der Bau füge sich mit seinen vier Stockwerken in das bisherige Stadtbild mit ein und entwickele dieses weiter. Aufgrund mannigfaltiger Veränderungen hat das Erscheinungsbild des historischen Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert, in dem sich momentan eine Teppichhandlung befindet, stark gelitten und stellt nunmehr kein würdiges Entree zur Innenstadt von Starnberg dar (die ziemlich heruntergekommene ehemalige Villa war 1804 vom Reiseberichterstatter des Captain Cook, Heinrich Zimmermann, erbaut worden). Das soll nun endlich anders werden: Mit einer neuen gemischt genutzten Bebauung. In den Erdgeschoß-Zonen an den Straßen sollen künftig Geschäfte das Stadtbild in diesem Bereich beleben. In den Obergeschoßen sind hochwertige seniorengerechte Wohnungen vorgesehen, die sich nach Süden zum grünen Innenraum orientieren. Lange hatte man nach Lösungen für das schwierige Grundstück gerungen. Zahlreiche Modelle waren auf wenig Gegenliebe bei den Starnberger Stadträten gestoßen. Entweder waren die Neubauten zu hoch oder zu wuchtig – oder passten nicht in die Umgebung. Schließlich entschied man sich für einen städtebaulichen und landesplanerischen Wettbewerb. Der Starnberger Bau- und Umweltausschuss regte hierzu einen Einladungswettbewerb an, der gemeinsam von Projektent- wickler Fritz Bachmayr und der Stadt Starnberg im Auftrag des Grundstückeigentümers, der Familie Josef Fichtl, durchgeführt wurde. Diese ungewöhnliche Kooperation vom privatem Grundstückseigentümer und der Stadtplanung Starnberg führte zu einer win-win-Situation, an deren Ende schließlich drei von insgesamt fünf eingereichte Wettbewerbsentwürfe prämiert wurden.

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