Lösungen erarbeitet

Monatshausen - „Verkehrsberuhigung“ ist seit einiger Zeit das Thema schlechthin im stark landwirtschaftlich geprägten, dennoch von täglich 500 bis 600 Fahrzeuge durchquerten Monatshausen – so auch bei der Ortsteilversammlung vergangene Woche im Feuerwehrhaus: „Eigentlich geht es doch um Kinderschutz“, stieß sich ein Dorfbewohner gleich zu Beginn an der Überschrift des Informationsabends.

Verkehrsplanerin Bettina Twiehaus skizzierte noch einmal die bereits im Umwelt- und Verkehrsausschuss abgesegneten Pläne für mehr Verkehrssicherheit im Dorf – doch es wurde bald klar, dass manches davon nur schwer oder gar nicht umsetzbar sein dürfte: das geplante Ortsportal im Süden etwa, laut Twiehaus „eine optisch enger gefasste Einfahrtssituation“ zum Abbremsen des Verkehrs auf der Ortsverbindungsstraße von und nach Diemendorf, würde den örtlichen Landwirten große Probleme bereiten, mit ihren langen Fahrzeugen um die Kurve zu kommen. Auch Fahrbahnschwellen kommen wohl nicht in Frage – sie wären nach Meinung der Monatshau-sener pures Gift für die Landma-schinen und zudem eine einzige Lärmquelle. Die Dorfbewohner stimmten mit Bürgermeister Stephan Wanner und den anwesenden Gemeinderäten darin überein, dass gegen unverantwortliche Raser dringend etwas getan werden müsse, und so einigte man sich auf folgende Maßnahmen: 1. Die vor nicht allzu langer Zeit erst eingerichteten Tempo-30-Schilder im Dorf sollen in größerer, besser sichtbarer Ausführung installiert werden; zusätzlich soll Fahrbahn-Bemalung darauf hinweisen, dass das komplette Dorf zur Tempo-30-Zone erklärt wurde. 2. Die Gemeinde schafft für rund 3.000 Euro ein weiteres Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung an (bislang gibt es für den gesamten Bereich Tutzing nebst Ortsteilen erst eines); wegen verstärkter Verkehrskontrollen will sich das Rathaus an die Polizei wenden: „Dazu brauchen wir aber die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung“, forderte Bürgermeister Wanner die Monatshausener dazu auf, sich bei dem Thema nachdrücklich zu engagieren. 3. An für Fußgänger besonders gefährlichen Stellen sollen „zwei bis drei zusätzliche Straßenbeleuchtungen“ installiert werden – insbesondere im Herbst und Winter bei Dunkelheit und Nebel seien Schulkinder auf dem morgendlichen Weg zur Bushaltestelle aufs Äußerste gefährdet, berichteten Einwohner. Dieses Gesamtpaket soll mög-lichst rasch realisiert werden, noch ehe die durchaus teuren Umbaumaßnahmen am Ortseingang beginnen: „Wir wollen ja nicht unsere eigenen Beschlüsse kippen, aber in einen Dialog eintreten“, erläuterte Wanner die Marschrichtung der Gemeinde. Fruchten die Maßnahmen, dürfte auch die Selbsthilfe eines Monatshausener Landwirts nicht mehr nötig sein: Der berichtete davon, er habe unlängst einen unangenehm aufgefallenen Raser persönlich gestoppt - mit seinem Bulldog: Der Ausgebremste habe dabei „sämtliche Reifenbeläge“ gelassen, und fahre seither „wiara Zeiserl“ durchs Dorf.

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