Bayerisches Innenministerium sendet Anfrage an Piloten

Luftrettungsstaffel in Oberpfaffenhofen trainiert für den Corona-Ernstfall

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Die Piloten der Luftrettungsstaffel am Standort des DLR in Oberpfaffenhofen halten sich für den Einsatzfall bereit.

Landkreis/Oberpfaffenhofen - Zahlreiche Flugbewegungen konnten am vergangenen Freitagnachmittag am Himmel rund um den Flugplatz Oberpfaffenhofen beobachtet werden. Dies war das Ergebnis einer vorausgegangen organisatorischen Mammutaufgabe der Stützpunktleiter Christoph Fürst und Marc Alexander Müller.

Um die Sorgen der Bürger aufgrund der momentan geltenden Ausgangsbeschränkungen ernst zu nehmen, wurden die Flüge im Vorfeld mit den Gemeinden, dem Landratsamt Starnberg, dem Luftamt und den zuständigen Polizeidienststellen koordiniert. Des Weiteren mussten Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel und Schutzhandschuhe beschafft werden. „Es war keine leichte Aufgabe, aber alle Stellen waren sehr hilfsbereit und haben die notwendigen Freigaben oder Auskünfte erteilt“, erzählt Stützpunktleiter Christoph Fürst. Auch der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen leistete seinen Beitrag und berechnete für die Flüge keine Start- und Landegebühren.

Bayerisches Innenministerium hat bereits angefragt

Die Corona Pandemie und der in Bayern ausgerufene Katastrophenfall haben dabei auch für die Luftrettungsstaffel weitreichende Konsequenzen. So besteht aktuell die Anfrage des Bayerischen Innenministeriums an die Luftrettungsstaffel, sich im Einzelfall auch für den Transport von medizinischem Material, Gerät und/oder Personal bereit zu halten. Zusätzlich steigt aufgrund der anhaltenden Trockenheit die Waldbrandgefahr, weshalb in absehbarer Zeit auch wieder Waldbrandüberwachungsflüge zu erwarten sind.

"Wir sind bereit, wenn wir gebraucht werden"

Die Piloten kommen aufgrund der Beschränkungen des öffentlichen Lebens aktuell nicht dazu, ihre regelmäßigen und vorgeschriebenen Übungsflüge durchzuführen. Damit die hohen Sicherheitsstandards im Flugbetrieb der Luftrettungsstaffel dennoch aufrechterhalten werden können, wurde die Übung in die Wege geleitet. 15 von insgesamt 24 Piloten konnten so den Übungsstand auffrischen und die Einsatzbereitschaft des Stützpunkts aufrecht erhalten. „Wir sind bereit, wenn wir gebraucht werden.“ so die einstimmige Antwort der Piloten. 

Der Stützpunkt Oberpfaffenhofen bittet die Bevölkerung daher auch weiter um Verständnis für anstehende und notwendige Aktivitäten.

Von Kreisbote

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