Malteser Projekt für bedürftige Bürger im Landkreis Starnberg

Mahlzeiten-Patenschaften gegen Altersarmut

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Hilfe den Bedürftigen - Im Beisein vom Leiter des Sozialreferats Friedrich Büttner (rechts) überreichte Martin Feda, stellvertretender Malteser Bezirksgeschäftsführer (links) Landrat Karl Roth (Mitte) einen Gutschein über Malteser Mahlzeiten-Patenschaften für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises.

Landkreis - Die Einkommen im Freistaat sind sehr ungleich verteilt. Das höchste verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen haben Bürger aus dem Landkreis Starnberg zur Verfügung. Auch hier leben Senioren, die am Monatsende nicht wissen, von was sie abbeißen sollen: Der Kühlschrank ist leer und von der Rente schon lange nichts mehr übrig. Altersarmut ist keine Randerscheinung mehr. Längst ist sie auch in wohlhabenden Gegenden angekommen. Der Landkreis Starnberg steht laut bayerischem Sozialministerium an der Spitze der bayerischen Landkreise bezüglich der Kaufkraft. Die Kehrseite dabei: Hier sind auch die Lebenshaltungskosten am höchsten. Viele Senioren kommen mit ihrer Rente nicht über die Runden und können sich ein würdevolles Leben im Landkreis Starnberg nicht leisten. Um hier zu helfen, machen die Malteser auch in der Adventszeit auf das soziale Projekt „Mahlzeiten-Patenschaften“ aufmerksam und schenken bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern täglich ein kostenloses Mittagsmenü für den Zeitraum von einem Jahr.

Starnbergs Landrat Karl Roth unterstützt das soziales Projekt Malteser Mahlzeiten-Patenschaften: „In unserem Landkreis mit ländlichen Strukturen gibt es kleine Gemeinden, in denen Menschen leben, die mit Heizöl und Kohlelieferungen unterstützt werden“, sagt Landrat Roth und nahm stellvertretend für den Landkreis einen Gutschein über eine unbegrenzte Anzahl an Malteser Mahlzeiten-Patenschaften entgegen. „Es ist eine schöne Geste, dass das Projekt vielen Menschen eine Hilfe ist und der Gutschein nicht auf eine Person begrenzt ist.“

Seit fast zehn Jahren gibt es die Malteser Mahlzeiten-Patenschaften für bedürftige Senioren. "Wir wollen mit unserem Projekt die Öffentlichkeit für die drängendsten Probleme älterer Menschen sensibilisieren“, sagt Martin Feda, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser im Bezirk München. „Viele Menschen schämen sich für ihre Situation“, berichtet Feda. „Bitte melden Sie sich, wenn Sie selbst eine Patenschaft wünschen aber auch, wenn ein Sie einen Angehörigen haben oder jemanden aus der Nachbarschaft kennen, für den unser soziales Projekt eine echte Hilfe wäre!“, appelliert Feda.

Wer kann eine Mahlzeiten-Patenschaft beantragen? Eine Mahlzeiten-Patenschaft beantragen kann grundsätzlich jeder, der über 75 Jahre alt oder aufgrund von Krankheit oder Behinderung beeinträchtigt ist und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt: Der Antragsteller bezieht Sozialhilfe oder Grundsicherung, hat einen Berechtigungsschein der Tafel oder eine Sozialcard. Oder aber nach Abzug der Miete bleiben weniger als 550 Euro monatlich zum Leben.

Wo erfahre ich mehr über die Mahlzeiten-Patenschaften? Interessenten, die eine Mahlzeiten-Patenschaft beantragen möchten, wenden sich bitte an die Bezirksgeschäftsstelle des Malteser Hilfsdienstes, Bahnhofstr. 2a, 82166 Gräfelfing, Tel.: 089 / 85 80 80-0, E-Mail: Mahlzeitenpatenschaften.Graefelfing@malteser.org Informationen gibt es auch bei jeder anderen Malteser Dienststelle und im Internet unter www.mahlzeitenpatenschaften.de

Von Kreisbote

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