Lockerungen in Bayern

Markus Söder: Gastronomen dürfen ab 25. Mai wieder öffnen, Besuche in Pflegeheimen wieder möglich

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Ministerpräsident Markus Söder stellte heute einige Lockerungen für Bayern vor.

Landkreis - "Vorsicht steht noch an oberster Stelle", so sagte es Ministerpräsident Markus Söder heute Mittag. Er stellte heute den neuen Fahrplan vor, der bis Pfingsten gilt. Unter anderem dürfen Gastronomen ab dem 25. Mai wieder unter besonderen Auflagen öffnen.  "Wir wollen ein Angebot machen für den vorsichtigen Weg für Bayern", sagte er. 

Die Punkte wurden auch mit der  Bundeskanzlerin Angela Merkel und Baden Württemberg besprochen. Schrittweise soll das bayerische Konzept gelockert werden. Die Zahlen sind dafür relevant. "Jetzt ist Corona unter Kontrolle. Die Wachstumsraten lag anfangs bei 30 Prozent - jetzt ist sie bei 0,4 Prozent." Im Moment sind 6400 Menschen in Bayern infiziert. "Wir müssen einen Weg finden, wie wir aus Krise heraus kommen. Zwar nichts überstürzen, lieber langsam und sicherer. Der Schutz der Gesundheit oberstes Gebot. Heute ist zeit zum handeln." 

Folgendes gilt nun: Ab morgen, 6. Mai, gibt es eine Kontaktbeschränkung. Es sei wieder erlaubt, raus zu gehen - allerdings auch wieder mit 1,5 Meter Abstand und mit einer Kontaktperson. "Wir wollen aber die Familien stärken: Großeltern, Eltern und Geschwister dürfen wieder besucht werden." 

Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen:

Ab Samstag, 9 Mai, sind Besuche wieder erlaubt, es wird aber ein Schutzkonzept geben, an das sich gehalten werden muss. Ganz wichtig: Masken sind Pflicht, Abstand halten und nur zu bestimmten Zeiten soll Besuch empfangen werden dürfen. 

Kinder: 

Alle Spielplätze in Bayern werden ab Mittwoch wieder geöffnet. "Bis Pfingsten sollen auch wieder 50 Prozent der Kinder die Möglichkeit bekommen, in die Kita zu gehen. " Ab dem 11. Mai werden Kinder, die einen Eingliederungsbedarf benötigen oder eine erzieherische Kompetente brauchen in die Kita gehen können. Tagesmütter werden auch wieder zugelassen", so Söder. Natürlich findet das alles mit entsprechenden Hygienemaßnahmen statt. 

Schule: Söder betonte, "wenn es mit der Kita bis Pfingsten klappt, dann gilt das Konzept auch für die Schulen. Im Unterricht sind keine Masken Pflicht, aber: "Auf dem Pausenhof und in den Gängen herrscht Maskenpflicht." Es wird in Blöcken unterrichtet und die Präsenspflicht wird gelockert. Die Ferienzeiten bleiben, es wird nichts gekürzt und der Notenschluss wird auf Ende Juli gesetzt. "Es ist kein normales Schuljahr, aber keib verlorenes", sagte Söder.  

Nächste Wochen öffnen auch Nagelstudios und Kosmetikstudios unter den gleichen Voraussetzungen wie Friseure. 

Gastronomie:

Schwierig war die Entscheidung bei der Gastronomie, so Söder. Hygienemaßnahmen seien dort mit am schwierigsten zu treffen. „Wir werden zu Pfingsten, am 30. Mai, Hotel und Tourismus zulassen“, allerdings ohne Sauna und Schwimmbäder und unter strengen Hygieneauflagen. Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen auch öffnen. 

Zur Gastronomie: Man werde alles in Stufen öffnen. Am 25. Mai „halten wir es für vertretbar Speiselokale zu öffnen“ - mit strengen Auflagen. Die Gästezahl soll begrenzt werden, Abstände seien wichtig, Maske tragen gilt für Köche und Kellner. Auch als Gast soll man eine Maske tragen, wenn man das Lokal betritt oder auch auf Toilette geht. Offen haben dürfen sie bis 22 Uhr. Außengastronomie darf bereits am 18. Mai öffnen, allerdings nur bis 20 Uhr.

Keine Quadratmeterbegrenzung in Geschäften ab Montag

Der Handel läuft gut an, die Maskenpflicht würde gut umgesetzt. Ab 11. Mai wird die 800 Quadratmeterbegrenzung aufgehoben, sagte er. Es gelten aber die gleichen Vorgaben, wie die Maskenpflicht.

Kultur und Freizeit: Ab nächster Woche (11. Mai) wird es die Möglichkeit für kontaktlosen Einzelsport im Freien geben. Dazu zählt beispielsweise Golf, Tennis, Leichtathletik, Reitunterricht oder Rudern, erklärt Söder. Dort gelten natürlich auch entsprechende Hygienemaßnahmen. Über Theater wurde aktuell noch keine Entscheidung getroffen.

"Bei einer Verschlechterung der Zahlen können diese "Fahrpläne" für Bayern wieder verschoben oder sogar wieder zurückgenommen werden.

Von Alma Jazbec

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