Corona in Bayern

Keine Sorglosigkeit walten lassen: Markus Söder verlängert Einschränkungen  bis 19. April

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Markus Söder äußerte sich heute zur Ausgehbeschränkung,

Landkreis - "Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung", sagte heute Ministerpräsident Markus Söder bei der Pressekonferenz. Die Ausgangsbeschränkungen wurden auf den 19. April verlängert, aber nicht verschärft.

„Die Lage ist weiter sehr, sehr ernst“, es gäbe keinen Anlass „falsche Hoffnungen zu wecken", so Söder. 

Söder vermeldet am Mittag 14.437 Infizierte in Bayern, "das sind mehr als 1000 neue Fälle im Vergleich zu gestern." Die meisten Infizierten sind zwischen 35 und 60 Jahre alt. Außerdem berichtet er von 133 Todesfällen. „Jeder einzelne tut unglaublich weh“, so der Ministerpräsident. Aber es gibt auch eine Zahl an Genesenen in Bayern: Das sind 1230. 

Die Zahl der Neu-Infektionen sei immer noch hoch, aber die Kurve flache etwas ab. "Es ist ein leichter Trend erkennbar", so Söder. Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten alle fünf Tage, vor den Maßnahmen habe sich die Zahl alle 2,8 Tage verdoppelt. Rund 5000 Fälle gäbe es mehr, wenn Bayern nicht die Maßnahmen beschlossen hätte. „Deswegen ist wichtig, dass wir an dieser Stelle keine Sorglosigkeit walten lassen“, auch wenn er verstehe, dass die Menschen wieder frei leben möchten. „Dankeschön allen die mithelfen“, so Söder. Aber: „Einige haben es am Wochenende übertrieben“, so Söder. (Siehe https://www.kreisbote.de/lokales/starnberg/corona-einsaetze-polizeiinspektionen-viele-besucher-13633145.html )

Ein Hot-Spot sei Erding

„Wir haben besondere Hotspots in Bayern“, so Söder und spricht unter anderem Erding und Miesbach an. Dort will der Freistaat helfen - beispielsweise mit neuen Ärzten oder Verlegungen, mehr Tests, die durchgeführt werden sollen, sowie weiterem Material. 

Mehr Personal und Material für Bayern

Ein Stab von 3000 Personen soll aufgebaut werden, erklärt Söder eine weitere Maßnahme. Dadurch soll die Rückverfolgung der Infektionsketten gewährleistet werden. „Ein Engpass ist und bleibt das Material“, so Söder. „Wir sind in enger Abstimmung mit dem Bund“, die Zusammenarbeit werde täglich besser. Am Wochenende hätte der Freistaat bereits 1.000.000 neue Masken bekommen, dazu gehören auch Masken aus Eigenproduktion. „Jetzt ist wichtig, dass wir diese Herausforderung annehmen und nicht zu früh aufgeben oder sorglos werden“. Wichtig sei jetzt, Leben zu retten, erklärt Söder. „Bitte bleiben Sie gesund“, schließt Söder seine Rede. 

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu Masken

Über 10.000 werden jeden Tag in Bayern produziert. Es gäbe Material um Millionen von Masken zu nähen. In den nächsten Tagen sollen außerdem jedem Landratsamt 1000 Liter Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll in Bayern auch ein Schnelltest entwickelt werden. Er habe von bayerischen Firmen entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltests in „großer Zahl“ möglich würden. „Dann können wir in wenigen Minuten sagen, ob jemand positiv oder negativ ist“, sagte er. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.

Aiwanger informiert über die Soforthilfe, „Geld für die, die es benötigen“. Ab Dienstag sollen demnach Anträge noch schneller abgearbeitet werden. Ein wichtiges Thema: Kurzarbeit. Die Personen, die davon betroffen sind, dürfen hinzuverdienen, so der Wirtschaftsminister. Diese bewerben sich oft bei Stellen, wo gerade ein Engpass herrscht.

Noch keine Maskenpflicht in Supermärkten

Eine Journalistenfrage bezog sich auf die Situation in Österreich: Dort soll beispielsweise ab Mittwoch eine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten gelten. Droht so etwas auch in Bayern? „Österreich ist ja deutlich voraus was das Infektionsgeschehen betrifft“, so Söder. Er erklärt aber: „Uns beschäftigt der Gedanke auch. Ich schließe nicht aus, dass das auch hier eine denkbare Maßnahme ist“. Derzeit sei es jedoch nicht geplant.

Von Alma Jazbec

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