Mehr Stimmung für Besucher

Das Museum Kaiserin Elisabeth im Bahnhof Possenhofen ist mit einem völlig neuen Konzept in die Saison gestartet und hat trotz noch nicht abgeschlossener Erweiterungsarbeiten pünktlich zum 1. Mai seine Pforten für Besucher geöffnet. Hintergrund der Neugestaltung: Das „erstarrte“ Museum soll künftig bei den Besuchern eine Stimmung erzeugen, die dem Bild der weltbekannten Kaiserin entspricht beziehungsweise dieses auf angenehme und vielleicht auch etwas neue Weise interpretiert.

Mit der „Ikone“ Sisi, weltweit bekannt aus den Sisifilmen der 50er Jahre, verbinden viele „Jugend, Schönheit und Eleganz“. „Sie erwarten sicherlich, in einem Sisi-Museum, ganz besonders am Ort ihrer Kindheit und Jugend in Possenhofen, neben historischen Fakten dieses Gefühl erleben zu können,“ erklärt Architekt Florian Wiesler das neue Gestaltungskonzept des Museums. Nach Gesamtfertigstellung in einigen Monaten wird der Bahnhof bei Nacht bei allen Fenstern im gesamten Erdgeschoß mit leuchtenden Blumen zeigen, welche neue Nutzung er beherbergt. In Zukunft erwartet Reisende ein Lilien geschmückter Bahnhof. Das Motiv beruht auf einer wahren Begebenheit. Als die österreichische Kaiserin Possenhofen besuchte, ließ ihr Cousin, König Ludwig II. den gesamten Bahnhof mit weißen Lilien schmücken. Das ist nun wieder so. An allen Fenstern wurden im unteren Bereich mattierte Folien aufgebracht, in die abstrahierte Lilien eingeschnitten wurden. Nachts werden diese Folien, die im übrigen auch Museumsbesuchern Sichtschutz gegenüber vorbeigehenden Passanten bieten, angestrahlt und sollen als Blickfang für S-Bahn-Reisende dienen. Das weiße Lilienmotiv spiegelt sich auch im Inneren wieder – in weißen Wänden – luftigen Vorhängen und gelber Bordüre. Mit einem einheitlichen Gestaltungskonzept werden die vier Museums-Räume, die sich bis dato durch die trennende offene Eingangshalle unzusammenhängend präsentierten, zusammengefasst. Ebenfalls neu: Die Ausstellungsstücke sind nun in Themenblöcke eingeteilt. Der Vorraum widmet sich der Kindheit und Jugend der österreichischen Kaiserin. Der mit Stuck und Original Tapeten reich ausgestattete „Königssalon“ erzählt von ihrem Hofleben, ihren Reisen sowie Schicksalsschlägen bis zu ihrem Tod. Insgesamt sind acht Sonderausstellungen und Vorträge geplant. Das Museum ist bis einschließlich 15. Oktober jeweils freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Termine für Sonderführungen können unter der Telefonnummer 08157/924401 bei Juliane Reister ausgemacht werden.

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