Alle Einsätze gut geendet

Mehrere Einsätze zur gleichen Zeit: Starnberger See wurde komplett zum Einsatzgebiet

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Am Samstag wurden mehrere Einsätze auf dem Starnberger See gemeldet.

Starnberg - Am Samstag Nachmittag um 14.48 Uhr wurden nach Starkwind und Dauerregen die Einsatzkräfte der Wasserrettung alarmiert. Eine Anruferin hatte sich gemeldet, dass ein Segelboot in der Unwetter-Wand verschwunden war in der Höhe Roseninsel im Einsatzbereich Feldafing am Starnberger See. Somit wurden die Wasserwachten und DLRG sowie der Einsatzführungsdienst der Kreiswasserwacht Starnberg von der Rettungsleitstelle alarmiert. Die Landrettung war auch auf dem Weg mit zwei Rettungswagen und einer Notärztin aus Tutzing.

Schon bei der Ausfahrt zu diesem Einsatz bahnte sich im Bereich Feldafing ein zweiter Notfall an. Ein Elektroboot mit zwei Personen wurden vom Bootsverleiher vermisst, was in die Einsatzsuche gleich mit eingebunden wurde. Als Einsatzleiter Robert Lettenbauer an der Wasserrettungsstation Feldafing ankam, wurde parallel eine dritte Einsatznotlage im Bereich Starnberger See Nord gemeldet, ein SUP Paddler in Not. Es wurden so alle Wasserrettungsstationen des Starnberger Sees von der Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck in Alarm versetzt, da sich noch weitere Notlagen abzeichneten. 

Ein vermisster Segler zwischen Tutzing und Ammerland, ein treibendes Ruderboot vor Leoni und ein Segelboot vor Schwaiblbach kamen zeitgleich hinzu. Letztendlich haben fünf Rettungswägen, zwei Notärzte, ein Rettungshubschrauber, ein Wasserschutzpolizeiboot, sechs Rettungsboote der Wasserwachten und DLRG mehrere Einsatz-Notlagen zeitgleich abklären und abarbeiten müssen. Zudem wurde der Einsatzführungsdienst der Kreiswasserwacht Starnberg wie auch Einsatzleiter der Landrettungseinheiten hinzugezogen. “Die Koordination der Rettungsboote und Informations-Sondierungen musste schnell und parallel abgearbeitet werden. Motorrettungsboote mussten teils von einem Einsatz ausgegliedert werden, um einen anderen Notfall zu bedienen. Rettungswägen wurden für die neuen Notlagen an die Wasserrettungsstationen verlegt. Die Integrierte Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck musste auch am Ammersee und Pilsensee zusätzlich die dortigen Einsätze mitkoordinieren, die dort parallel stattfanden", schilderte der Einsatzleiter Wasserrettung Robert Lettenbauer die Situation.

Gut geendet

Gegen 17.30 Uhr waren die meisten Einsätze abgearbeitet und das Ergebnis positiv. Die Elektroboot-Ausflügler wurden gefunden und kamen ziemlich nass aber gesund wieder zurück, das Ruderboot vor Leoni hatte sich „nur“ losgerissen und wurde in den Hafen Leoni / Simerding verbracht sowie gesichert, was den Eigentümer freute. Der SUP-Paddler konnte eigenständig an Land und der Segler bei Tutzing wurde durch die Wasserwacht Tutzing abgeschleppt. 

Jeder Notruf muss angeklärt werden

Manche Anrufe in der Rettungsleitstelle haben den gleichen Einsatz gemeldet, jedoch gab es große Differenzen bei den Örtlichkeiten. Robert Lettenbauer:“Jeder Notruf muss abgeklärt werden, auch wenn das Wetter noch so schlecht ist. Es ist für manche Wassersportbegeisterte nicht immer ersichtlich, wie viel die Wasserwacht, DLRG und der Land-/Flug-Rettungsdienst bei einem Unwetter leisten, denn da sind die meisten schon im Trockenen zuhause.“ 

Zum Einsatz kamen ca. 70 ehren- wie hauptamtliche Einsatzkräfte an den Starnberger See. „Die Erfahrung und gute Ausbildung der Einsatzkräfte kann sich in der Bilanz sehen lassen,“ meinte Robert Lettenbauer. „Keine verletzten Einsatzkräfte, gut versorgte Hilfesuchende und bis auf einen defekten Scheibenwischmotor auf einem Rettungsboot auch keine Schäden. Jedem wurde schnell und sicher geholfen und die Zusammenarbeit der Organisationen und Dienste klappte hervorragend und professionell. Auch wenn die Einsatzdokumentation in der Nachbereitung viel Zeit in Anspruch nimmt und die Einsatzkräfte durchnässt und froh sind, wieder zuhause zu sein, bin ich als Einsatzleiter zufrieden, dass es zu keinen gesundheitlichen Schäden gekommen ist und wir keine Verletzten in den Reihen der Einsatzkräfte beklagen müssen.“ Um 17.30 Uhr meldete die Einsatzleitung den letzten Einsatz als beendet und der Spuk, der die Wassersportler überrascht hatte, war vorüber.

Von Kreisbote

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