Meister der Sprache

Der Kulturpreis 2008 des Landkreises Starnberg ging heuer an zwei prämierte Meister der Sprache. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Landratsamt ehrte Landrat Karl Roth die Schriftstellerin Petra Morsbach sowie den Schauspieler Stefan Wilkening. Die mit jeweils 2.500 Euro dotierten Preise gingen an die beiden Sprachkünstler für ihre herausragenden Leistungen in den Bereichen Literatur und Theater. Joanno Strasser, Präsident des Schriftstellerverbandes PEN, lobte in seiner Laudatio die Neugier von Petra Morsbach und ihre „unbestechliche Beobachtungsgabe“. In ihren Romanen werde die Andacht sichtbar, mit der sie die Dinge und die Menschen betrachte.

Die 1956 in Zürich geborene Petra Morsbach wuchs in München auf und besuchte das Gymnasium in Starnberg, an dem sie 1975 Abitur machte. Anschließend studierte sie an der Universität München Theaterwissenschaft, Psychologie und Slawistik. 1983 promovierte Petra Morsbach in München mit einer Arbeit über Isaak Babel zum Doktor der Philosophie und arbeitete bis 1992 als Regisseurin und Dramaturgin an Opernhäusern in Freiburg, Ulm und Bonn. 1995 veröffentlichte Petra Morsbach, die seit 1991 als freie Schriftstellerin in der Gemeinde Pöcking lebt, ihren Debütroman „Plötzlich ist es Abend“. Ihr jüngstes Werk ist „Der Cembalospieler“. Für herausragende schauspielerische Leistungen am Bayerischen Staatsschauspiel wurde der in Percha lebende Schauspieler Stefan Wilkening mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. Laudator Pfarrer Piotr Wandachowicz lobte den 42-Jährigen als „großartigen Menschen, der sich für seine Nächsten einsetze, als glänzenden Schauspieler und als Sprecher, der die Sprache meisterlich beherrscht“. Stefan Wilkening, der an der Mosel aufwuchs, studierte Theologie, bevor er an der Otto-Falckenberg-Schule eine Schauspielausbildung begann. Bereits zu Beginn seiner Karriere spielte er in diversen Rollen an den Münchner Kammerspielen unter Dieter Dorn, bevor er an das Schauspiel Frankfurt wechselte. Seit 2000 ist er festes Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel und hat dort bereits in weit mehr als 20 Produktionen mitgewirkt. Außerdem arbeitet er bei zahlreichen Hörfunk-, Hörbuch- und Filmproduktionen mit, tritt als Rezitator mit unterschiedlichen Live-Programmen, unter anderem Goethe, Schiller, Mozart und Wilde auf. Im Kinder- und Jugendbereich spielte er „Rennschwein Rudi Rüssel“, „Pinocchio“ und „Das Gespenst von Canterville“. Mit diesen Produktionen ist er in ganz Deutschland immer wieder auf Tournee. Zahlreiche Aufnahmen von Stefan Wilkening sind auch als Hörbuch erschienen. Zudem findet er noch Zeit, sich in der Pfarrei St. Christopherus in Percha sozial zu engagieren.

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