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Migranten-Familien in Starnberg erhalten Hausbesuche

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Kinder aus Migranten-Familien werden im Landkreis Starnberg vor Schuleintritt beim Lernen unterstützt.
Kinder aus Migranten-Familien werden im Landkreis Starnberg vor Schuleintritt beim Lernen unterstützt. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolfoto

Starnberg - Wie geht es Kindern von Migranten-Familien, wenn sie eingeschult werden? Das Landratsamt Starnberg leistet Unterstützung und organisiert Hausbesuche. Welche Erfolge erzielt werden.

Seit vergangenem Jahr führt das Landratsamt Starnberg das Förderprogramm HIPPY (Home Interaction for Parents and Preschool Youngsters) durch. Es unterstützt Migranten-Familien dabei, ihre Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren auf die Schule vorzubereiten und gleichzeitig ihre Eltern-Kind-Beziehung zu stärken.

Kindern aus Afghanistan, Eritea und Nigeria wird geholfen

Seit dem vergangenen Herbst sind bereits acht Kinder, die aus Afghanistan, Eritrea, Moldawien, Nigeria und der Türkei stammen, im HIPPY-Programm. „Ich danke den Hausbesucherinnen sowie dem privaten Stifter, der das Projekt finanziert. Ohne deren Engagement wäre dieses Angebot nicht möglich“, erklärt die Integrationsberaterin des Landratsamtes, Daniela Herzog.

Spielen und Lernen mit Kindergartenkindern

Die HIPPY-Hausbesucherinnen, die außer Deutsch auch die Sprache der jeweiligen Familie sprechen, besuchen die Eltern jede Woche. Eine Stunde lang stellen sie das HIPPY Spiel- und Lernmaterial vor. Danach spielen und lernen die Eltern etwa 20 Minuten täglich mit ihren Kindern. Neben der Förderung der kognitiven, motorischen, sprachlichen und sozio-emotionalen Entwicklung des Kindes steht der Spaß von Eltern und Kindern an der gemeinsamen Beschäftigung im Vordergrund. Zielgruppe sind vor allem zugewanderte Familien mit Kindergartenkindern.

Auch Mütter und Väter nehmen am Lernprogramm teil

Insbesondere die Mütter, aber auch interessierte Väter übernehmen einen wichtigen Part bei der Programmdurchführung. Sie werden durch die Teilnahme am Projekt in ihren erzieherischen Kompetenzen und ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Für frisch zugewanderte Familien ist die Arbeit mit der Hausbesucherin besonders wichtig: „Eine Familie aus Moldawien kann derzeit nur mit der russisch sprechenden Hausbesucherin kommunizieren“, sagt Eva Ueber-Möller, Koordinatorin des HIPPY-Projektes in Starnberg. Im Sommer seien zusätzlich Gruppentreffen geplant, bei denen die Eltern über Themen wie gesunde Ernährung, Medienkonsum und verschiedene Erziehungsstile informiert werden.

Privater Stifter unterstützt das Programm finanziell

Fragen zum Förderprogramm HIPPY im Landkreis Starnberg beantwortet die Integrationsberaterin Daniela Herzog unter Telefon 08151/148 77971 oder per E-Mail an daniela.herzog@LRA-starnberg.de. Das Projekt soll im Landkreis Starnberg noch mindestens zwei Jahre fortgeführt werden. Kosten fallen für die Familien im Landkreis Starnberg inklusive des Lern- und Spielmaterials nicht an, da ein privater Stifter das Projekt finanziert. Die Impuls Deutschland Stiftung e.V. ist der Lizenzgeber des Projektes und sorgt für die Qualitätssicherung des Programms.

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