20 Minuten zur Hauptzeit

Vergeblich hat sich die Gemeinde Herrsching bemüht, einen durchgängigen 20-Minuten-Takt für die S-Bahn zu bekommen. Nach zahlreichen Initiativen in den vergangenen Jahren von Landes- und Kreispolitikern bleibt vorerst alles wie bisher: Nur zu den Stoßzeiten morgens, mittags und am frühen Feierabend lässt der MVV die S 5 alle 20 Minuten an den Ammersee fahren.

Als Begründung nannte der MVV (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund), dass die Fahrgastzahlen eine Taktverdichtung auch zu den Nebenzeiten aus wirtschaftlicher Sicht nicht rechtfertigen würden. Das Anliegen der Gemeinde ist somit einmal mehr abgelehnt worden. Heute fährt die S 5 bereits alle 20 Minuten bis Weßling. Laut MVV-Verantwortliche zählt die Gemeinde zum sogenannten verstädterten Bereich. Neben dem Ausflugsverkehr macht sich zunehmend aber auch bei den Pendlern unter der Woche Unmut über die 40-miütigen Wartezeiten breit. Die Initiativen von Bund, Ländern und Kommunen, nämlich Pendler zu einem Umstieg vom eigenen Auto auf den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) zu bewegen, werde so konterkariert, heißt es auch in Herrsching. Dagegen ist eine weitere Forderung der Herrschinger SPD, die zu den Stoßzeiten eine Express-S-Bahn angeregt hat, auf Zustimmung beim MVV gestoßen. Allerdings wird auch daraus so schnell nichts werden. Der Grund: Erst wenn die zweite Stammstrecke in München gebaut ist, könnte man beginnen, auf bestimmten Linien einen Express-Verkehr einzurichten. Nach dem derzeitigen Stand der Planung und den Zankereien der Beteiligten untereinander darum wird mit einer Realisierung dieses Vorhabens nicht vor 2016 zu rechnen sein.

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