Nachverfolgung möglicher Kontaktpersonen läuft auf Hochtouren

Mittlerweile fünf Asylunterkünfte im Landkreis Starnberg unter Quarantäne

Coronaausbruch: Die fünfte Asylunterkunft steht unter Quarantäne
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Coronaausbruch: Die fünfte Asylunterkunft steht unter Quarantäne

Landkreis - Das Ausbruchsgeschehen rund um die Asylunterkunft in Hechendorf und die Cateringfirma in Gilching betrifft eine weitere Asylunterkunft. Ab heute ist auch die Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in Weßling unter Quarantäne. Ein Bewohner der Einrichtung war bei dem Cateringunternehmen beschäftigt.

Er wurde bereits am vergangenen Samstag sicherheitshalber in ein Ausweichquartier nach München verlegt. Sein Testergebnis liegt nun vor, es ist positiv. Offensichtlich hat er seinen Containerkollegen in der Unterkunft in Weßling angesteckt. Der ist mit Symptomen zum Arzt gegangen und hat heute ebenfalls ein positives Testergebnis erhalten. Er wurde umgehend in eine Isolier-Einrichtung nach Wackersberg verlegt. Bei den anderen Bewohnern wird eine Reihentestung durchgeführt. Mit der Gemeinschaftsunterkunft Weßling stehen nun insgesamt fünf Asyl-Einrichtungen unter Quarantäne: Die Einrichtungen in Seefeld-Hechendorf, Seefeld, Pöcking, Herrsching (jeweils ein positives Testergebnis) und jetzt Weßling (zwei positive Testergebnisse). Die Einrichtungen sind unter Quarantäne gestellt. Sämtliche Bewohner dürfen die Anlagen für 14 Tage nicht verlassen, Reihentestungen wurden durchgeführt oder werden noch veranlasst. In der Gemeinschaftsunterkunft Herrsching-Breitbrunn wird eine Reihentestung durchgeführt, obwohl es dort keinen bestätigten Fall gibt. Nachdem enge Kontakte zur Gemeinschaftsunterkunft in Herrsching bestehen, hat man sich als Vorsichtsmaßnahme dazu entschlossen, auch diese Bewohner vorsorglich testen zu lassen. Ebenso verhält es sich mit einer kleineren Einrichtung in der Nähe der Gemeinschaftsunterkunft Herrsching. Die Kontaktpersonenermittlung läuft weiter auf Hochtouren. Dabei werden auch sämtliche Zulieferer, Reinigungsfirmen, Techniker, Kühlunternehmen und dergleichen unter die Lupe genommen. In jedem Fall wird geprüft, ob Mitarbeiter in den letzten 14 Tagen unmittelbaren Kontakt zu Mitarbeitern im Cateringbetrieb hatten. Besonderes Augenmerk wird auch darauf gerichtet, ob Bewohner einer unter Quarantäne stehenden Einrichtung, in einer Alten- und Pflegeeinrichtung arbeiten. Vorsorglich werden die örtlichen Pflegeeinrichtungen von jedem Fall unterrichtet, damit sie geeigneten Maßnahmen in die Wege leiten können. Nachdem mittlerweile 46 Mitarbeiter des Gilchinger Cateringunternehmens positive Covid-19-Befunde aufweisen, wird geklärt, woran es liegt, dass sich das Virus in dem Unternehmen so ausbreiten konnte. Landrat Stefan Frey: „Wir werden die Umstände, die zur Ausbreitung des Virus, die ja doch mittlerweile bei nahe 50 Prozent der Mitarbeiter liegen, aufklären. Die Firma muss darlegen, ob die Arbeitsbedingungen dem Hygienekonzept entsprochen haben.“ Bislang sind insgesamt 34 Landkreisbewohner positiv getestet, darunter 24 Asylbewerber. Das entspricht einer 7-Tage-Inzidenz von 24, gerechnet auf 100.000 Einwohner. Das Landratsamt weist darauf hin, dass sich verunsicherte Helfer und Helferkreise in Bezug auf die betroffenen Asylgemeinschaftsunterkünfte an das Landratsamt, Barbara Huber (Fachbereich Asyl, Integration und Migration) wenden können: barbara.huber@lra-starnberg.de. Besorgte Bürger können sich an die Hotline 09131 6808-5101 wenden. Dort stehen kompetente Ansprechpartner des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für Fragen zur Verfügung.

kb

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