Montessori-Schule in Gilching feierte Richtfest / Eltern hatten finanzielles Risiko übernommen

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Gilching – Es gehört schon eine Portion Mut dazu, vier Millionen Euro in die Hand zu nehmen und eine eigene Schule zu bauen. Der Förderverein der Montessori-Schule Gilching ist das Risiko eingegangen. Nun wurde Richtfest gefeiert.

Um einen Wunsch zu verwirklichen, müssen oft Berge versetzt werden, sagte Bürgermeister Manfred Walter beim Richtfest für die neue Schule. „Wir mussten nur einen Berg um wenige Meter versetzen und zwar den Hügel des Abenteuerspielplatzes, an dessen Stelle jetzt die Schule gebaut wird. Einen politischen Berg jedoch mussten wir nie überwinden. Alle Beschlüsse zum Bau der neuen Schule waren im Gemeinderat einstimmig.“ Der Rathauschef lobte zudem den Mut der Eltern, das finanzielle Risiko zu übernehmen. „Die künftige Schule ist in jedem Fall eine Bereicherung unserer Schullandschaft.“ Als sich die Montessori-Schule 2004 in den ehemaligen Räumen der Kreissparkasse an der Landsberger Straße gründete, glaubte niemand so Recht daran, dass die Einrichtung Erfolg haben wird. Das Gegenteil war der Fall. Schon bald zog die Einrichtung in die alte Volksschule in Argelsried um. Doch auch dort wurde es bald zu eng. Nun war guter Rat teuer. In Kooperation mit dem Gemeinderat wurden diverse Um- und Anbaubaupläne geschmiedet und letztendlich wieder verworfen. Zumal auch die Regierung von Oberbayern eine finanzielle Förderung nur bei einem Neubau gewährt. Die Eltern wagten den Sprung ins kalte Wasser und beschlossen, in Eigenregie eine neue Schule zu bauen. Das Grundstück zwischen James-Krüss-Grundschule und Kletterhalle bekamen sie von der Gemeinde in Erbpacht zur Verfügung gestellt. „Wir waren ganz schön nervös, dass wir uns das getraut hatten“, sagte Svenia Rosette vom Elternbeirat. Doch sowohl Kommune wie auch die Eltern zogen an einem Strang und halfen, wo Hilfe Not tat. „Wir haben bei allem auch sehr viel Glück gehabt. Die Baustelle steht unter einem guten Stern“, betonte Schulleiter Johannes Bauer. Für den Richtspruch stieg Zimmermann Franz Eder von der gleichnamigen Holzbaufirma aufs Dach. Er wies darauf hin, dass sich die Verantwortlichen für einen Holzbau entschieden hatten und so „Kunststoff und dergleichen vermieden“. Geschmückt wurde der Richtbaum mit Bändern, auf die die Kinder viele gute Wünsche geschrieben hatten. Gestartet wird zum Schuljahr 2017/2018 mit vier Klassen und voraussichtlich 80 Kindern. Ein Jahr später soll auf 100 Kinder aufgestockt werden. Aktuell zählt die Schule 54 Buben und Mädchen, die von zehn Pädagogen betreut werden.pop

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