Lebensraum und Klimaschutz

Moorrenaturierung Schluifelder Moor bei Wörthsee

Die Spunddielen werden hier mit Torf überdeckt Wörthsee Bagger
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Die Spunddielen werden hier mit Torf überdeckt.

Wörthsee - Anfang Januar wurde die lange geplante Sohlschwelle in den Bulachgraben im Schluifelder Moor bei Wörthsee eingebaut. Diese verhindert nun einen zu starken Abfluss des Moorwassers und sichert einen mittleren Wasserstand im Naturschutzgebiet.

Nur der Name „Schluifelder Moor“ erinnert an den „Schluisee“, der hier einmal gewesen ist. Der See ist nämlich seit dem Mittelalter durch zunehmende Entwässerungsmaßnahmen völlig verschwunden. An seiner Stelle dehnt sich heute das Schluifelder Moor aus, das seit den 60er Jahren unter Naturschutz steht und ein Hort seltener Pflanzen- und Insektenarten ist.

Durch die fortdauernde Entwässerung, bestärkt durch die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte, war dieses Paradies bedroht. Abhilfe schuf nun der zweitägige Einsatz eines Moorbaggers, der Spundwände zu einer Sohlschwelle verbaute. Cornelia Siuda von der Regierung von Oberbayern, zuständig für das Klimaschutzprogramm „Bayern Moore“ erklärt die Schwierigkeit des Projekts. „Es musste sehr genau abgestimmt werden, dass der Wasserstand im Moor die Höhenlage der Keller im weiteren Umgriff nicht erreichen kann.“

Mit der durchgeführten Maßnahme können die Torfmoose jetzt wieder wachsen. Damit wird nicht nur das Ökosystem auf lange Frist erhalten, das renaturierte Moor hat auch eine wichtige Funktion bei der Senkung des CO². Jedes Jahr können damit etwa 315 Tonnen eingespart werden.

Das Projekt wurde von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt in enger Kooperation mit Naturschutzbehörden und dem Wasserwirtschaftsamt durchgeführt.

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