Münchner Architekturbüro AKFU gewinnt Wettbewerb "Am Wiesengrund" Starnberg

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Preisverleihung Wettbewerb Wiesengrund

Starnberg – 13 Teilnehmer, neun Stunden Tagung des Preisgerichts und eine einstimmige Entscheidung.

Der erste Preis des Architektenwettbewerbs „Am Wiesengrund“ geht an die Arbeitsgemeinschaft AKFU Architekten und Stadtplaner und HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten jeweils aus München. Neben dem ersten Preis entschied sich die elfköpfige Jury dazu, noch einen dritten und drei vierte Preise zu vergeben. Einen zweiten Platz gab es nicht. „Es ist ein weiterer Meilenstein des Projekts, das uns am Herzen liegt und wir schauen jetzt, dass es zügig weiter geht“, so Starnbergs Bürgermeisterin Eva John bei der Preisverleihung vergangene Woche in der Brunnangerhalle. „Wir hoffen, dass wir mit dem Projekt den wohnungsbedarf bald besser abdecken können, als bisher.“ Wie berichtet, hatte die Stadt Starnberg beschlossen, auf dem städtischen Grundstück Am Wiesengrund bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, um der steigenden Nachfrage nachzukommen, insbesondere vor dem Hintergrund hoher Grundstückspreise und Mieten. Eine seitens der Verwaltung durchgeführte Bedarfsabfrage hatte äußerst positive Ergebnisse hervorgebracht und das große Interesse der Familien am Einheimischen-Modell bestätigt. Im November vergangenen Jahres beschloss der Stadtrat dann die Ausarbeitung einer Richtlinie zur Vergabe von Grundstücken im Einheimischenmodell sowie die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs. Nach den Sommerferien soll dann auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses und der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung die Ausarbeitung des städtebaulichen Entwurfs erfolgen. Dieser Rahmenplan soll den gestalterischen Rahmen für die Entwicklung setzen. Zu sehen sind dann in der Ausstellung alle eingereichten Beiträge. 

Eröffnet wird sie am Montag, 11. September, um 11 Uhr, im Foyer der Schlossberghalle. Bis zum 22. September haben die Starnbeger dann die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. An einzelnen Terminen sind zudem Ansprechpartner des Stadtplanungsamtes anwesend, um Fragen der Bürger zu beantworten und Anregungen aufzunehmen. „Beim Siegerentwurf handelt es sich um eine sehr homogene Arbeit, bei der die Ansicht eines Dorfes entsteht“, lobte Stadtbaumeister Stephan Weinl den Erstplatzierten. „Es ist nun eine sehr gute Basis geschaffen worden, auf der wir weiter gemeinsam aufbauen können.“ Architekt Eberhard von Angerer gab zu, dass er zunächst erschrocken über Nähe des Areals zur B2 gewesen sei. Er sei dann einige Stunden vor Ort gewesen und habe sich das Gelände bei schönem Wetter genau angesehen und dabei ein sehr positives Gefühl gewonnen. Die Kernaussage des Quartierentwurfs seines Architektenentwurfs beschrieb er als „luftig und doch kompakt, mit großzügigen Freiflächen und Rückzugsmöglichkeiten, eingebettet zwischen Feld und Buchenwald“. Und damit erfüllte er größtenteils die Anforderungen des Wettbewerbs, der im Namen der Stadt vom Münchner Architekturbüro Schober durchgeführt worden war. Bürgermeisterin Eva John hofft, dass gemeinsam mit dem Stadtrat noch in diesem Jahr der Bebauungsplan „Am Wiesengrund“ auf Basis des Siegerentwurfs - dotiert mit 18.500 Euro, die bei der Auftragsvergabe wieder abgezogen werden - aufgestellt werden kann. Er wird dann Grundlage für die Parzellierung des Grundstückes und die Einteilung der Bauabschnitte. sb

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