Ausstellung der Münchner Künstlerin Stephanie Senge

Museum Starnberger See wird zur „Konsumbibliothek“

Künstlerin Stephanie Senge
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Die Künstlerin Stephanie Senge verwandelt derzeit das Museum Starnberger See in einen Supermarkt, der leider nur etwas fürs Auge ist.

Starnberg - Aus Infektionsschutzgründen dürfen noch immer keine Besucher ins Museum Starnberger See. Das Museumsgelände ist aber für Spaziergänge geöffnet. Um diese kurzen Ausflüge an die frische Luft interessant zu gestalten und mit Kultur zu verbinden, hat die Museumsleitung eine ganze Reihe von Außenprojekten entwickelt – den sogenannten „Museumsspaziergang“. 

Der aktuellste Neuzugang auf dem „Museumsspaziergang“ ist ein Werk der Künstlerin Stephanie Senge, dass durch das Foyerfenster des Museums zu betrachten ist. Beleuchtet steht da nun ein Regal mit Supermarktprodukten und einige Porzellanfiguren davor.

Stephanie Senge präsentiert mit ihrer „Konsumbibliothek“ einen thematisch geordneten Ausschnitt ihrer Sammlung von Supermarktprodukten. Shampoo, Tee, Nudeln und Pudding stehen dort, mit Namen voller Sehnsüchte, Träume und Versprechen. Während im Lockdown Kultureinrichtungen, Sportanlagen und öffentliche Gebäude geschlossen sind, bleibt nur der Supermarkt offen. In ihm spiegeln sich Einsamkeit und Gemeinschaft, Entfremdung und Vertrauen, Abstand und Nähe. In ihm zeigt sich gemeinschaftliche Nervosität in leeren Toilettenpapierregalen und der Wunsch nach Freiheit durch Auswahl.

Die Installation ist rund um die Uhr zugänglich.

Kreisbote

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