Für mutiges Eingreifen

Für ihr couragiertes Eingreifen bei einer Messerattacke sind in der vergangenen Woche Michael Puccini und Julia Winkler von der Polizeiinspektion Starnberg ausgezeichnet worden. Mit einem Kuschelbär in grüner Polizeiuniform, einem Bierkrug mit dem Schriftzug der Inspektion Starnberg sowie mit jeweils einem Geld-Gutschein für ein Hobby ihrer Wahl bedankten sich Starnbergs Polizeichef Norbert Reller und Alois Bauer von der Kripo in Fürstenfeldbruck bei den beiden Schülern für deren „außergewöhnliches und couragiertes Eingreifen ohne Rücksicht auf Eigenverletzung“.

Der 19-jährige Gymnasiast hatte am 30. November sofort eingegriffen als eine psychisch verwirrte 67-Jährige an der Leutstettenerstraße einem 83-Jährigen ein Messer in den Rücken gerammt hatte und die Frau so daran gehindert, dass sie erneut zustoßen konnte. Die bei der Polizei bereits auffällig gewordene Frau hatte sich ihr Opfer wahllos ausgesucht und dem 83-Jährigen mit einem großen Küchenmesser bereits zweimal in den Rücken gestoßen. „Mit seinem Eingreifen hat er einen möglicherweise tödlichen Ausgang verhindert“, so Reller. Die 18-jährige Julia Winkler hatte geistesgegenwärtig das Handy ihres Schulfreundes gegriffen und die Polizei unter der Nummer „110“ alarmiert. „Das Verhalten der beiden muss gewürdigt werden“, war man sich in der Polizeiinspektion sofort einig. Mit der Ehrung will die Polizei ein Signal setzen und allen Bürgern zeigen: „Wichtig ist, dass man hilft.“ Das „Wie“ kommt laut Reller auf die jeweilige Situation an. „Da gibt es keine Pauschalerkenntnis“, so der PI-Chef. Die Hilfeleistungen könnten von „zu schreien anfangen, um den Täter zu irritieren bis zu andere aufmerksam machen und ins Boot holen oder die Polizei rufen“ reichen. Heilfroh war Polizeichef Norbert Reller, dass der Einsatz des Starnberger Gymnasiasten glücklich über die Bühne gegangen war. In dem Gerangel um das große Küchenmesser hätte sich der Schüler leicht verletzen können. Im Namen des Opfers – der 83-Jährige ist inzwischen wieder genesen – dankte die Polizei noch einmal für die Zivilcourage.Die Täterin ist inzwischen in einer geschlossenen Anstalt untergebracht.

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