Mutter-Kind-Haus

Ein warmer Geldregen

Über einen warmen Geldsegen durch den Club „Inner Wheel“ freute sich das Team vom Mutter-Kind-Haus: (v.l.) Susanna Titjens, Karin Hüfner und Elin Ziegler (beide vom IWC) und Eva Otto vom Mutter-Kind-Haus.
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Gilching – Die Zinsen, die es auf vorhandenes Kapital gibt, sind nicht mehr nennenswert. Für das Mutter-Kind-Haus in Gilching, das den Unterhalt der Einrichtung vorwiegend über die Zinserträge bewältigen muss, eine negative Entwicklung.

Da kam ein warmer Geldregen durch den Club „Inner Wheel München-Fünfseenland“ gerade recht. Das Mutter-Kind-Haus geht auf ein Vermächtnis von Katharina Funke zurück. Sie starb 1977 im Alter von 91 Jahren in Gilching und vermachte ihr Vermögen der evangelischen Kirchengemeinde für „Kinder, die in Not oder krank sind“. Die Zinsen aus dem Stiftungskapital sind ein wichtiger finanzieller Beitrag zum Unterhalt des Vereins Ökumenische Hilfe Gilching, der 1991 als Träger des Mutter-Kind-Hauses gegründet worden ist. „Leider sind die Zinsen derzeit auf einem Tiefstand, weshalb wir verstärkt auf Spenden angewiesen sind“, sagt Susanne Titjens, langjährige Leiterin des Mutter-Kind-Hauses. Mit 3.000 Euro im Gepäck überraschten am Montag Elin Ziegler (Präsidentin) und Karin Hüfner (Schatzmeisterin) vom Club „Inner Wheel München-Fünfseenland“ (IWC) die Einrichtung. Den Club gibt es seit nunmehr 90 Jahren und wurde 1924 von Ehefrauen von Rotary-Mitgliedern im englischen Manchester gegründet. Heute ist es eine der größten Frauenorganisationen weltweit, erklärt Elin Ziegler. Ziel ist unter anderem, soziale Projekte zu unterstützen. In den Genuss einer stattlichen Spende kam jetzt auch das Mutter-Kind-Haus an der Rosenstraße in Gilching. „Das Geld ist durch unseren Bazar auf dem Weihnachtsmarkt in Gräfelfing zusammen gekommen“, erzählt Karin Hüfner. Verkauft wurden selbst hergestellte Marmeladen, Kuchen, Plätzchen und Edel-Trödel. „Uns tut die Spende sehr gut“, betont Titjens. Platz im Mutter-Kind-Haus ist für sechs Mütter und deren derzeit sieben Kinder, die sich zwei Jahre auf ein selbständiges Leben vorbereiten können. „Wir sind Dauerbesetzt und haben eine lange Warteliste“, erläuterte Titjen. „Es gibt zwar in München Heime für allein erziehende Mütter. Der Unterschied aber ist, dass sie dort rundum versorgt werden, bei uns müssen sie jedoch autark sein. Sie teilen sich auch keine Zimmer mit anderen Müttern, sondern leben in kleinen Wohnungen mit ihren Kindern alleine. Auflage ist allerdings, dass sie sich an die Hausregeln halten und regelmäßige an den Gruppenstunden teilnehmen. Wir sind einzigartig im Großraum München.“ Susanne Titjens steht zudem als wichtige Ansprechpartnerin jederzeit zur Verfügung. Über die zwei Jahre bleibt den Müttern Zeit, einen Beruf zu erlernen und sich eine Wohnung zu suchen. „Nur in Ausnahmefällen kann verlängert werden.“ Das Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Gilching hat die Nummer 134597; BLZ 70169382. pop

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