Nachfolgende Generation im Auge

2000. Mitglied: Der BI- Vorsitzende Hans Jochen Diesfeld (l.) begrüßte gemeinsam mit Margrit Remke (2.v.l.) sowie (v.l.) Carl Peter Altwickler und Willi Illguth die Kinderärztin Gunhild Kilian-Kornell (M.) als neues Mitglied. Foto: Jaksch

Mit der Kinder- und Jugendärztin Gunhild Kilian-Kornell konnte die Starnberger Bürgerinitiative „Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel“ vor kurzem ihr 2000. Mitglied begrüßen. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich BI-Vorsitzender Hans Jochen Diesfeld bei ihr für den Beitritt. Gerade als Kinderärztin habe sie die Gesundheit der nachfolgenden Generation im Auge – und die sei gefährdet. „Unsere Verkehrssituation zehrt an der Gesundheit und mindert die Lebensqualität insbesondere auch der Kinder“, so Diesfeld. Jeder, der im Stau stehe oder an den Hauptverkehrsadern oder den Schleichwegen wohne, wisse: „Die Atemluft ist verpestet“, sagte der BI-Vorsitzende.

Für die Kinderärztin gab es vielfältige Gründe für ihren Beitritt. Einer davon ist, dass sie in der Zunahme des Verkehrs und der damit verbundenen Belastungen durch Lärm und Schadstoffe Gefahren für die gesundheitliche Entwicklung der Kinder sieht. Gerade der Abluftkamin am Schlossberg sowie das Nordportal des Tunnels würde Schadstoffbelastungen über den Starnberger Schulen und beim Südportal über die bereits bestehenden und noch geplanten neuen Wohngebiete für Familien mit Kindern abladen. Aus ihrer ärztlichen Erfahrung lasse sich sehr deutlich ein Zusammenhang zwischen Luftschadstoffen und kindlichem Asthma sowie Atemwegserkrankungen erkennen, ergänzte Diesfeld. Er betonte, dass der Verkehrslärm nachweislich sowohl die Tag wie auch die Nacht-Grenzwerte überschreite, ab derer es zu Lärmkrankheit führe könne. „Es werden Stresshormone freigesetzt, die auf Dauer zu krankhaften vegetativen, psychosomatischen und psychischen Reaktionen führen“, sagte Diesfeld. Auch wirke sich Lärm nachweislich mindernd auf die schulische Leistung aus. „Aus gesundheitlicher Sicht muss mehr denn je ein Verkehrskonzept gefordert werden, das mit der Entlastung der Innenstadt beginnt und den Durchgangsverkehr der B2 und der auf die Stadt zulaufenden Radialstrassen , insbesondere der Hanfelder Straße, auf einer Umfahrung um die Stadt führt“, so Diesfeld. Selbst der Stadtrat habe erkannt, dass es zusätzlich zum B2-Tunnel einer Umfahrung bedarf. Die BI meine, dass „eine Umfahrung außerdem den Tunnel überflüssig mache“.

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