Nächste Kandidatin steht fest

Christiane Kern (SPD) will ins Starnberger Landratsamt

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Daumen hoch für die SPD-Landratskandidatin - v.li.: : Tim Weidner, Christiane Kern und Julia Ney.

Landkreis – Die SPD ist sich einig: Sie schicken Christiane Kern ins Renne, um den Platz des Landrats. Die 46-Jährige hatte für den Landtag im letzten Jahr kandidiert. Mittlerweile ist sie schon nach Starnberg gezogen, weil es ihr hier so gut fällt.

Laut Julia Ney waren drei Namen im Gespräch und Kern ist es geworden. „Sie ist durch ihren erfolgreichen Landtagswahlkampf bekannt, ist aber nicht rein gekommen, da die Bayern SPD leider so schlecht abgeschnitten hat“, sagte Ney. Karl Roth wird nicht mehr antreten: Eines haben die beiden allerdings gemeinsam, sie sind Polizisten. „Ich habe echt Bock drauf! Ich engagiere mich gerne dafür, dass der Landkreis liebens- und lebenswert bleibt. Jeder soll seinen Platz in der Gesellschaft haben“, so Kern. Damit meinte sie eben auch die, die vielleicht nicht so viel Netto auf dem Konto haben, denn der Landkreis Starnberg ist nicht für seine günstigen Wohnungen bekannt.

Ein Programm steht schon fest, und ein Team, welches ihr gerne hilft. Themen wie der Klimaschutz, denn dieses möchte sie nicht nur den Grünen „überlassen“. Sie sprach dabei über Windkraft sowie über ökologische Antriebe bei Stadtbussen (Gas- und Wasserstoffbetrieben) und mehr Radwege. Christiane Kern hat nämlich selbst kein Auto - zum Termin am Freitag kam sie mit der S-Bahn. 

Schulamt auf Landkreisebene 

Ein weiterer Programmpunkt ist die Digitalisierung an Schulen. Da setzte sie auf die Übernahme der Schulen vom Landkreis - natürlich nur, wenn gewünscht - um eben die Digitalisierung zu meistern. Ein Schulamt auf Landkreisebenen soll dafür gegründet werden. Die Daseinsvorsorge, also der Erhalt der Krankenhäuser im Landkreis, sowie die Umladestation des AWISTA war auch ein Thema am Freitag. Über den Streit des Gewerbegebiets Gauting/Gilching hat sie sich nicht geäußert. „Ich muss mir erst einmal alle Argumente anhören, um eine Entscheidung zu treffen“, sagte sie

Zeit für einen Generationenwechsel

Kreisrat Tim Weidner wird übrigens nicht noch einmal antreten. „Es ist Zeit für einen Generationenwechsel und außerdem sollten mehr Frauen in die Politik“, begründete er seine Entscheidung. „Christiane Kern ist bodenständig und pragmatisch. Sie hat Erfahrung mit Behörden und den Blick von außen. Und das wird dem Landkreis gut tun.“ Kern ist seit sechs Jahren in der Münchner Kommunalpolitik tätig und hatte auch schon ein Angebot, sich für den Stadtrat dort aufstellen zu lassen. „Ich fühle mich hier aber wohl und es ist ganz anderes Arbeiten mit den Starnberger Kollegen “, sagte sie. Das Ziel ist die Stichwahl. Die Grünen schicken Martina Neubauer und die CSU Stefan Frey ins Rennen. Weitere Kandidaten sind noch nicht bekannt.

Von Alma Jazbec

 

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