Nächtliches Fahrverbot für Laster

Bald sollen auf der Söckinger Straße nachts keine Laster mehr fahren dürfen. Foto: Jaksch

Langfristig sollen die Söckinger und Andechser Straße für den gesamten Lkw-Verkehr gesperrt werden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Ein Drei-Stufen-Konzept, auf dass sich die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung einigten, regelt nun, „wie“ man bei der Verkehrsberuhigung der oft staugeplagten Einfallsstraße vorgeht.

Demnach werden in der ersten Stufe, die sich sofort umsetzen lässt, erst einmal kleinere Umbauten vorgenommen. So ist beispielsweise an der „Maisinger Schluchtstraße“ und „An der Bohle“ je eine Querungshilfe angedacht (Kosten je 15.000 Euro) sowie am Sieben-Quellen-Weg eine Fußgängerampel (Kosten 25.000 Euro). Darüber hinaus will die Stadt erst einmal ein nächtliches Durchfahrtsverbot für Lkw erlassen. Wenn die Maxhof-Kreuzung umgebaut ist, könnte die Söckinger Straße dann auch tagsüber für Laster gesperrt werden. Weitere Vorrausetzung für letztere Maßnahme: Die bisherige Staatsstraße muss abgestuft sein – zur Ortsstraße, die dann praktisch der Stadt gehört und bei der sie dann eben auch Verkehrsberuhigende Maßnahmen wie den Bau von Querungshilfen – Radwegen – Stolpersteinen oder Pflanztrögen umsetzen darf. Gegen den Wunsch der Stadt, die Einfallsstraße im Westen Starnbergs vom Verkehr zu entlasten, hat die Regierung von Oberbayern generell nichts. In einem Schreiben Ende Januar ließ sie die Stadt wissen, dass eine frühzeitige Abstufung - so wie von der Stadt beantragt, möglich wäre, wenn das bestehende Staatsstraßennetz durchgängig erhalten bliebe, der Verkehrsknotenpunkt am Maxhof leistungsfähig ausgebaut werde und „überwiegende Gründe des öffentlichen Wohl“ dafür sprechen würden. Das tun sie: Auch auf der Söckingerstraße rollen schon jetzt viel zu viele Autos. Folge: Lange Staus und Lärmbelästigung für die Anwohner – nicht zu reden von den Gefahren für Fußgänger und Radfahrer. Damit sich das ändert, will die Stadt langfristig den Durchgangsverkehr auf der Söckinger Straße „weg“ bekommen und auf die zukünftigen Entlastungsachsen „Westumfahrung“ und „B2-Tunnel“ auch den langfristig ableiten. Radwege können im übrigen erst angelegt werden wenn diese beiden Verkehrsprojekte realisiert sind. Ein durchgängiger Radweg über den Alten Berg und die Andechser Straße ist deshalb erst in der zweiten Ausbaustufe möglich. Die generelle Verschönerung von Söckings Ortsmitte sowie die Geschwindigkeitsreduzierung im gesamten Straßenverlauf auf 40 km/h kann erst in der dritten Stufe realisiert werden.

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