Neuartiges Reanimationsgerät des BRK im Landkreis Starnberg eingeführt

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist die größte Hilfsorganisation im Landkreis Starnberg und zuständig für die Durchführung des Rettungsdienstes. Seit kurzem steht den Rettern nun ein neuartiges Reanimationsgerät zur Verfügung, das auch von allen anderen Rettungsdiensten jederzeit angefordert werden kann.

Mit Hilfe des so genannten LUCAS (Lund University Cardiac Assist System) ist es dem Rettungsdienst nun möglich, besonders auch bei lange andauernden Herz-Lungen-Wiederbelebungen die wichtige Herzdruckmassage durch dieses spezielle Rettungsgerät unterstützen zu lassen. So ist gewährleistet, dass der notwendige Druck auf den Brustkorb immer in der richtigen Frequenz und mit der optimalen Kraft erfolgt. Das insgesamt mehr als 10.000 Euro teure Gerät wird nicht vom öffentlichen Rettungsdienst gestellt, sondern wurde vom BRK mit Unterstützung der Kreissparkasse München-Starnberg selbst beschafft, um die notfallmedizinische Versorgung der Bürger noch weiter zu optimieren. Fünf mal kam der Starnberger LUCAS bereits zum Einsatz, davon einmal im Rahmen einer Wasserrettung und auch jeweils einmal zur Unterstützung in den Nachbarlandkreisen Landsberg und Fürstenfeldbruck. „Unser Landkreis ist für ein solches Rettungsgerät besonders geeignet, weil wir neben der hier lebenden Bevölkerung auch sehr viele Besucher - in den Sommermonaten auch gerade an den vielen Gewässern - zu betreuen haben. Und speziell auch hier gibt es eine Reihe von Szenarien wie Tauchunfälle, die den Einsatz dieses Gerätes erforderlich machen können. Unsere Retter sind hierfür bestens ausgebildet und laufend in Fortbildung“, so Markus Grasl, Kreisbereitschaftleiter und LUCAS-Projektleiter beim BRK Starnberg. LUCAS wird im Einsatzfall parallel zum Rettungswagen und Notarzt in einem gesonderten Fahrzeug entsandt. Hierfür haben sich die ehrenamtlichen Zugführer des 1. Sanitätszuges im Landkreis Starnberg zur Verfügung gestellt. Sie sind mit ihrem geländegängigen Kommandowagen rund um die Uhr und jeden Tag im Jahr alarmierbar. Die integrierte Leitstelle in Fürstenfeldbruck alarmiert auf Anforderung des Rettungsdienstes/Notarztes oder auch aufgrund von besonderen Meldebildern zusätzlich das nächstgelegene Reanimationsgerät.

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