Neue Koordinatorin für den Malteser Kinderhospizdienst

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Landkreis – Der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst hat wieder zwei Koordinatorinnen. Stefanie Froehlich unterstützt ab sofort Hanne Rauscher als zweite Koordinatorin.

Nach mehreren fachlich und zeitlich anspruchsvollen Fortbildungen zur Palliative Care Arbeit und zu Führungskompetenzen wird die studierte Diplom Pädagogin gemeinsam mit Hanne Rauscher erste Ansprechpartnerin für Familien sein, in denen ein Kind schwer erkrankt ist. Froehlich freut sich auf die neue Aufgaben und die praktische Arbeit als Koordinatorin beim ambulanten Malteser Kinderhospizdienst. „Ich bin nicht gerne Theoretikerin, ich muss es sehen, es spüren und es dann machen.“ Im Erstgespräch bei der Familie geht es darum die Situation und die Wünsche der Familie zu erfahren und zu sehen, wobei und wie der ambulante Malteser Kinderhospizdienst unterstützen kann. „Es geht darum, den Blick auf das ganze Familiensystem zu richten, auch in besonders schwierigen Situationen“, sagt Froehlich. Denn auch die Geschwisterkinder seien stark betroffen, wenn in der Familie jemand schwer krank ist oder stirbt. „Wichtig ist, dass die Chemie zwischen ehrenamtlichen Hospizhelfer und der Familie stimmt“, so Froehlich. 

Schwierige Gespräche zu führen ist für sie nicht neu. Die Diplom Pädagogin hat im Laufe ihres Berufslebens den Fokus auf sehr unterschiedliche Gebiete gerichtet. Nach einem Sozialwissenschaftlichen Studium der Erziehungswissenschaften in Tübingen war sie viele Jahre in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Uniklinikum Tübingen tätig und leitete im Anschluss daran Wohngruppen mit verhaltensoriginellen Jugendlichen. Nach einem Wechsel vom Sozialen Bereich in die Wirtschaft, als Trainerin und Coach, hat sie eine deutsch-schweizerische Unternehmerinnenschule aufgebaut und geleitet und dann als Business Analyst in einem Münchner Pharmaunternehmen gearbeitet. Parallel dazu war sie freiberuflich Trainerin im Betrieblichen Gesundheitsmanagement und Schulungsleiterin bei Gründer 50plus. Daher ist die zweite Aufgabe als Leiterin der Aus- und Weiterbildung der aktiven ehrenamtlichen Malteser Hospizhelferinnen wie für sie geschaffen. Froehlich betont, wie wichtig der Glaube an die Kraft einer Gemeinschaft ist. „Es ist schade, dass wir heute alle so vereinzelt und zum Teil isoliert leben“, so Froehlich. Ein großer Wunsch und langfristiges Ziel der neuen Koordinatorin ist es, in der Natur gemeinsame Wochenenden und Ausflüge mit den Familien zu verbringen und „etwas zu finden, was Familien stärkt und gut tut.“ Stefanie Froehlich ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und inzwischen siebenfache Großmutter. Sie lebt in Andechs. 

2017 ist das offizielle Jubiläumsjahr der Malteser Hospizdienste in der Erzdiözese München Freising. Dabei verfügen die Malteser nicht nur über 20 Jahre Erfahrung in der Hospizarbeit für Erwachsene, seit zehn Jahren begleiten Hospiz Helferinnen auch Familien mit schwerkranken Kindern oder Jugendlichen. 102 Hospiz Helferinnen unterstützen und entlasten heute zusammen mit einer Palliative Care Fachkraft schwerkranke und sterbende Menschen und deren Familienangehörige. Eng eingebunden in Hospiz- und Palliativnetzwerke vermitteln die ambulanten Malteser Hospizdienste bei Bedarf Pflegedienste, ambulante Palliativversorgung, eine Palliativstation oder das nächste Hospiz - immer in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und Fachkräften. Weitere Informationen über die Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit gibt es unter: www.malteser-kinderhospizdienst.de und bei Ina Weichel, Leiterin der Malteser Hospizdienste in der Erzdiözese München Freising, unter der Telefonnummer 089/85837988. Die Malteser leisten bundesweit an 62 Standorten Hospizdienste für Erwachsene, an weiteren 36 Standorten gibt es Malteser Hospizdienste für Kinder. 20 Jahre Erfahrung in Hospizarbeit - die Malteser stehen für profundes Wissen in Hospizarbeit und hochqualifizierter Palliativberatung bei bester Vernetzung vor Ort. sb

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