Aktuelles aus dem Herrschinger Stadtrat

Neue Satzung in Sachen Abstandsflächen

Bauausschuss Herrsching
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Im Weiler Ellwang bleibt es in Sachen Abstandsflächen wie es war.

Herrsching -  Innenverdichtung ja, Außenverdichtung nein: Damit könnte man in etwa zusammenfassen, wie sich Herrsching in Sachen Abstandsflächen positioniert. In der jüngsten Bauausschusssitzung beschloss das Gremium mit 7:4 Stimmen eine neue Abstandsflächensatzung. Dabei sind Teilbereiche der Gemeinde aus der neuen, reduzierten Abstandsflächenregelung des Freistaats ausgenommen – und sich die Ammerseegemeinde für einen Sonderweg entschieden. Denn viele andere Landkreisgemeinden haben sich in ihrer Satzung für die alten Abstandsflächen und damit gegen die Novelle der Bayerischen Bauordnung ausgesprochen.

 In Herrsching hatten die Gemeinderäte im Februar den Juristen Dr. Jürgen Busse mit der Aufgabe beauftragt, im Innenbereich mehr Bebauung zuzulassen und im Außenbereich weniger. Der Jurist sollte in der Satzung die bisherigen Abstandsregeln für den Außenbereich und die neuen Abstandsregeln für den Innenbereich verankern. In Widdersberg, weiten Teilen Breibrunns und kleinen Weilern wie Ellwang bleibt jetzt alles beim Alten, indem die Berechnungsmethode entsprechend angepasst worden ist. „Wir konnten nicht einfach die alten Regeln in der Satzung aufnehmen“, erklärte Schiller. „Eine neue Berechnungsformel wurde notwendig, weil neben der Wandhöhe in Zukunft auch der Giebel in die Kalkulation der Abstandsflächen mit einfließt.“ Sowohl die Satzung als auch die neue Bauordnung gelte ausschließlich in Wohnbereichen ohne Bebauungsplan und nicht für das Gewerbe, betonte Busse.

 Enger bebaut werden darf in Zukunft lediglich entlang der Hauptstraße in Breitbrunn und im innerörtlichen Bereich von Herrsching. Grob gesagt greift die neue Bauordnung östlich der Schönbichlstraße und der Seefelder Straße bis zur Ortsgrenze sowie der bebaute Bereich im Westen ausgenommen der Realschule.

 Die CSU-Mitglieder und Johannes Puntsch (FDP) sprachen sich dagegen aus. „Ich möchte nicht entscheiden, warum einer auf einer Straßenseite größer bauen darf als der andere“, begründete Michael Bischeltsrieder (CSU) sein Nein. Rechtskräftig wird die Satzung nach der Veröffentlichung.

Michèle Kirner

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