Tag der offenen Türe am 1. Mai von 12 bis 18 Uhr

Neue Schätze im Sisi Museum in Possenhofen

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Stolz auf den Frisiermantel der Kaiserin Elisabeth sind Rosemarie Mann-Stein (li.) und Helga Weis.

Possenhofen – Das Kaiserin Elisabeth Museum eröffnet am 1. Mai und plant gleich einen Tag der offenen Tür. Es gibt neue Schätze zu bewundern, unter anderem einen "Frisiermantel" der Kaiserin.

„Wir wissen, das die Kaiserin Elisabeth bei ihrer Aussteuer schon 26 Stück hatte. Ob das einer von diesen ist, das wissen wir allerdings nicht“, erklärte Museumsleiterin Rosemarie Mann-Stein. Das aus feinster Baumwolle genähte Stück stammt aus dem Besitz der Bayerischen Familie Wittelsbacher. „Wir haben es von einem Sammler gekauft, der es in München ersteigert hatte. Wir wurden von ihm angerufen und gefragt, ob wir denn Interesse hätten“, erinnert sich Mann-Stein. Sie und ihre Kollegin Helga Weis sahen sich den Mantel an und hielten mit Experten Rücksprache, ob dies denn auch ein Original sei. „Wir fanden kein Monogramm und deswegen waren wir uns nicht sicher. Wir wurden eines Besseren belehrt: Intime Stücke hatten oft kein Monogramm.“ Nun besitzt das Museum ein echtes Kleidungsstück von der Kaiserin Elisabeth, worüber Mann-Stein sehr glücklich ist. 

Brosche im Fernsehen entdeckt

Neu ist auch eine Brosche bzw. Anhänger, den die Museumsleiterin in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ gesehen hatte. Unmittelbar nach der Ausstrahlung rief sie die Händlerin an und kaufte die Brosche. „In der Großaufnahme sah ich das Monogramm DA - also Duchesse Alencon. Die Lieblingsschwester der Kaiserin, die in Paris bei einem Feuer ums Leben kam. Niemand von den Experten hatte das gewusst. Dem entsprechend haben wir zugeschlagen“, so Mann-Stein lächelnd. Über den Preis wollte sie nicht sprechen. „Wir konnten es uns leisten“, nur soviel sagte sie dazu. Der mit Rubinen und Brillanten besetzte Anhänger glitzert sehr schön und ist eine wahre Bereicherung für das Museum, genauso wie das Gebetsbuch der Kaiserin, das nun auch dort ausgestellt ist. Zu sehen ist außerdem eine wunderschöne goldene Brosche, welche die Kaiserin ihrer Tochter Valerie zu Weihnachten einst schenkte. Über diese Tochter handelt auch die diesjährige Sonderausstellung. Fotos, Briefe, sogar ein Buch, welches ihre Lehrer über sie schrieben, sind zu sehen. Eine interessante Ausstellung, die sehr viel Einblick in das Leben von Valerie gibt.

Decke wieder restauriert

Die Decke im Museum ist wieder komplett restauriert. 2017 war in der historisch bedeutenden Stuckdecke im Königssaal ein zwei Quadratmeter großes Loch entstanden. Der Restaurator hat eine ganz tolle Arbeit geleistet, weiß die Museumsleiterin. Nun steht dem erfolgreichen Tag der offene Türe von 12 bis 18 Uhr nichts mehr im Weg. 

Von Alma Jazbec

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