Infos für Eltern - 

Neuer Corona-Virus Fall im Landkreis Starnberg: 45-Jähriger im Krankenhaus

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Es gibt acht neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. Darunter ist auch ein 45-jähriger Mann aus dem Landkreis Starnberg.

Starnberg/Landkreis - Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag weitere vier Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag insgesamt acht neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. Darunter ist auch ein 45-jähriger Mann aus dem Landkreis Starnberg. 

Die Sprecherin des Landratsamtes erklärte, dass der Mann alleine lebe und von zu Hause aus arbeite. Er ist isoliert in einer Münchner Klinik und es gehe ihm soweit gut. Er hat sich bei einen Geschäftspartner angesteckt, der nicht im Landkreis Starnberg lebt.

Weitere Fälle

Darunter befindet sich auch ein Fall aus Mittelfranken. Es handelt sich um die Ehefrau des Mannes aus Nürnberg, dessen positiver Befund am Freitag vom baden-württembergischen Sozialministerium bekannt gegeben worden war. Dieser war am Freitag im Städtischen Klinikum Karlsruhe stationär aufgenommen worden. Die Frau befindet sich im Klinikum Nürnberg auf Isolierstation. Die zwei anderen neuen Fälle wurden aus den Landkreisen Freising und Ostallgäu gemeldet. Bei den anderen drei am späten Samstagnachmittag bestätigten Coronavirus-Fällen aus Oberbayern handelt es sich um Personen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim. 

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Im Fall des Mitarbeiters des Universitätsklinikums Erlangen, dessen positiver Befund am Donnerstagabend bekannt geworden war, liegen nun weitere Testergebnisse der ermittelten Kontaktpersonen vor. Darunter befanden sich bislang keine positiven Befunde.

Neues Coronavirus – Informationen für Eltern 

Das Bayerische Familienministerium hat am Sonntag die Empfehlungen für Eltern, deren Kinder eine Kita, eine Kindertagespflegestelle oder eine andere Gemeinschaftseinrichtung für Kinder und Jugendliche besuchen, aktualisiert: Grundsätzlich sollten Eltern ihr Kind, wenn es an Symptomen einer Infektionskrankheit leidet, wie zum Beispiel Schnupfen oder Husten, nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung für Kinder und Jugendliche schicken. Das Kind sollte die Einrichtung erst wieder besuchen, wenn es ganz gesund ist. Für Kinder, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren und keine Symptome aufweisen, wird zudem angeraten, unnötige Kontakte zu vermeiden, und sie, sofern das möglich ist, zu Hause zu betreuen. Kinder, die einschlägige Krankheitssymptome zeigen und sich innerhalb der letzten 14 Tage in den bekannten Verbreitungsgebieten aufgehalten haben, dürfen die Kita nicht mehr besuchen. In diesen Fällen muss umgehend telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 aufgenommen werden. Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht mit den Eltern das weitere Vorgehen. Wenn ein Kind Kontakt zu einem an COVID-19 Erkrankten hatte, muss, auch wenn es keine Symptome hat, umgehend das Gesundheitsamt verständigt werden. 

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuen Corona-virus (COVID-19) zu infizieren, wird vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering bis mäßig erachtet. Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome) für COVID-19 dauert bis zu 14 Tagen. Die klinischen Symptome von COVID-19 umfassen nach derzeitigem Stand schnupfenartige Symptome wie Fieber, Husten, Rachenentzündung, eine laufende Nase, Atembeschwerden und Kurzatmigkeit. Diese Symptome sind nicht von einer normalen Erkältungskrankheit oder einer Virusgrippe zu unterscheiden. Eine normale Erkältungskrankheit oder eine Virusgrippe haben derzeit Saison und sind aktuell viel wahrscheinlicher. Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den Risikogebieten gibt es hier:  https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns: Bei Corona-Verdacht immer telefonische Rücksprache mit der 116117 halten

Sich informieren, Vorsicht walten lassen und besonnen handeln. So lautet die Empfehlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) zum Umgang mit dem Coronavirus. Dies bestätigen bis dato auch die aktuellen Zahlen in Bayern. Um einer Verbreitung des Virus entgegen zu wirken, steht die KVB in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden im Freistaat. Niedergelassene Ärzte sowie Patienten sollen gezielt und zeitnah informiert werden. Für alle Fragen von verunsicherten Bürgern, die keine Krankheitssymptome aufweisen, hat das bayerische Gesundheitsministerium eine Hotline unter Nummer 09131/6808-5101 eingerichtet. Zusätzlich bietet die Website des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de ) Antworten auf zahlreiche allgemeine Fragen (FAQ) zum Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19).

Patienten mit konkretem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion sollten keine Arztpraxis oder Notaufnahme am Krankenhaus ohne telefonische Voranmeldung aufsuchen. Denn es besteht das Risiko, auf dem Weg dorthin oder in der Praxis selbst, das Virus zu verbreiten. Das empfohlene Vorgehen: Treten erste Krankheitssymptome (Fieber, Husten) auf, sollte zunächst unter der Telefonnummer 116117 Kontakt mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst aufgenommen werden. Dort erhalten sie medizinisch fundierte, konkrete Handlungsempfehlungen. Die entsprechenden Prozesse zur Patientenberatung und Versorgung sind etabliert und laufen stabil. Aufgrund der steigenden Sensibilität in der Bevölkerung rechnet die KVB mit einem erhöhten Anrufaufkommen. Anrufer sollten sich daher auf eventuelle Wartezeiten einstellen.

Wann besteht ein konkreter Verdacht?

Ein konkreter Verdacht besteht, wenn Bürger entweder Kontakt zu einem bestätigten Corona-Patienten hatten oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem der vom Robert-Koch-Institut (RKI) genannten Risikogebiete gewesen sind und zugleich (!) Symptome einer leichten Erkältung bis hin zu einer Lungenentzündung aufweisen. Treffen diese Kriterien nicht zu, können Patienten auch weiterhin wie gewohnt ihre Haus- oder Fachärzte aufsuchen.

KVB-Vorstand: sorgfältige Händehygiene mindert Virenverbreitung

Der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – erklärt: „Es ist richtig, diesem Thema größte Beachtung zu widmen, da die Zahlen der Infektionen weltweit und auch in Nachbarländern von Deutschland einen Anstieg verzeichnen. Dennoch: Es gibt keinen Grund, Unruhe und Verunsicherung zu verbreiten. Alle Menschen sind jedoch dazu aufgerufen, mit geeigneten Maßnahmen wie sorgfältiger Händehygiene und Abstand zu Erkrankten dazu beizutragen, dass sich weder das Coronavirus noch Grippeviren weiter verbreiten.“

Von Kreisbote

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