Neueste Zählung zeigt: Verkehr in Inning hat nicht zugenommen

Wasser auf die Mühlen der Gegner der Umgehungsstraße war die neueste Verkehrszählung in Inning.  Festgestellt wurde, dass der innerörtliche Verkehr innerhalb der vergangenen fünf Jahren nicht zugenommen hat.

  Anlass für eine neue Verkehrszählung in Inning war die ge­plante Umgehungs­straße. Gegner der Trasse halten den Bau für unnötig und begründeten dies unter anderem damit, dass ihrer Meinung nach das Verkehrsaufkommen stagniert beziehungsweise zurückgegangen ist. Als Re­feren­tin war Susa­nne Mün­­ster, Verkehrs­mana­gerin des Landratsamtes Starnberg, in die jüngste Ratssitzung eingeladen. Sie bestätigte, dass es seit der letzten Verkehrszählung vor fünf Jahren keine gravierenden Veränderungen gegeben hat. Zumindest gebe es nur geri­ngfügige Schwankungen. Verkehrsschwerpunkt jedoch war und ist die Staatsstraße 2070 (Bruckerstraße) im nördlichen Teil von Inning. Täglich wurden dort 11.385 Autos, davon 332 Lastkraftwagen, gezählt. Wobei Münster einräumte, dass ein großer Teil des Verkehrs hausgemacht ist. „Es sind Fahrten zur Schule und zum Einkaufen“, vermutete sie. Das Verkehrsaufkommen an der Bruckerstraße verglich sie mit den Durchgangsstraßen in Gilching, Gauting und Stockdorf. Außerdem werde an der Bruckerstraße im Vergleich zu den anderen drei Meßstellen häufig zu schnell gefahren. „85 Prozent der Autofahrer lagen um 20 Stundenkilometer über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Chancen, den innerörtlichen Verkehr an dieser Stelle zu beruhigen, sehe ich nicht.“ Eine Diskussion zu den neuen Erkenntnissen fand im Gemeinderat nicht statt. Vielmehr bat Bürgermeister Werner Röslmair die Fraktionen, anhand der neuen Zahlen Fragen schriftlich zu formulieren, die dann an Susanne Münster weiter geleitet werden. Für Werner Huttner, Tourismus­re­ferent der Ge­meinde Inning, hat sich in seiner Einstellung zur Umgehungsstraße nichts geändert. „Wir brauchen eine Entlastung, weil schon 11385 Fahrzeuge pro Tag zu viel sind“, sagte der CSU-Gemeinderat auf Anfrage. „Unser Ziel ist, Inning schöner und attraktiver zu machen. Das geht nur, wenn der Verkehr weitgehend aus dem Ort raus kommt.“ Für Kinder und ältere Leute, die zur Schule oder in die Kirche wollten, sei die Bruckerstraße außerdem eine einzige Gefahrenquelle, betonte Huttner.

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