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Nur Teilrückbau bei „See and the City“ am Starnberger Bahnhofsplatz

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Von: Thomas Lochte

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Starnberger See
Es wird nur einen Teilrückbau bei „See and the City“ am Starnberger Bahnhofsplatz geben. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Starnberg – Wenn im Einzugsbereich der Bahnhofsstraße am 3.Oktober offiziell die Laufzeit des Projekts „See and the City“ endet, sollen  einige Elemente davon nach dem Willen der Stadtverwaltung in einem Zwei-Stufen-Modell „verstetigt“ werden – Tenor: das Meiste habe sich bewährt. BeibehaIten möchte man, dies in Abstimmung mit der örtlichen Polizeiinspektion, die Tempo 20-Zone, ferner den Schanigarten vor Bahnhofplatz 8, die Teilsperrung des Rondells, die Nutzung dieser Flächen als „kulturelle Spielfläche“.  Auch an der verengten Einmündung zur Wittelsbacherstraße (vom Bahnhof her), der Verkehrsinsel an der Bahnhofstraße und den dort markierten Stellplätzen will man festhalten. 

Als „Rückbaumaßnahmen“ ist vorgesehen, die Stellplätze vor dem „Gallo Nero“ (Seehof) wieder freizugeben, den Taxi-Stand in seine ursprüngliche Position am Fahrbahnrand zurückzuführen und die Einbahnstraßen-Regelung in der Theresienstraße aufzuheben. Die extra eingerichtete Anfahrtszone vor dem Hotel Seehof soll bleiben, denn sie habe sich bewährt.

Gastronomische Belebung wiegt mehr als Parkraum

In einer ersten, im Stadtrat präsentierten Bilanz zeigte sich die Stadt mit dem zunächst temporär angelegten Versuchsballon sehr zufrieden und bilanzierte, der Bahnhofplatz erfüllte auch außerhalb des Projekts die „Voraussetzungen eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs“ – Tempo 20 dort soll also bleiben. Ergänzend teilte die Verwaltung mit, diese Geschwindigkeitsbeschränkung werde sogar hin und wieder überwacht. Auch am Schanigarten will man festhalten, obwohl hierfür sechs Kurzzeitstellplätze entfallen seien: „Von Seiten der Verwaltung wiegt die gastronomische Belebung in der Gesamtbetrachtung mehr als die Bereitstellung von zusätzlichem Parkraum.“ Auch die Regelungen am Rondell sollen „grundsätzlich bleiben“: Es habe sich gezeigt, heißt es aus dem Rathaus, dass die nunmehr für Veranstaltungen und Aussteller erprobten Flächen vor dem „Bayerischen Hof“ durch die Verkehrsberuhigung „häufiger für den Aufenthalt genutzt“ werde. Zu- und Abfahrt zum Rondell habe „funktioniert“, sogar das Wenden. Seit Juli seien die verfügbaren Stellplätze im befahrbaren Bereich ohnehin wieder freigegeben. Die gesperrten Flächen könnten im kommenden Jahr sogar mit gastronomischen Angeboten ergänzt werden, überlegt die Stadt. Derlei werde „erfahrungsgemäß zu einer höheren Akzeptanz in der Öffentlichkeit führen als bisher, hofft man. Noch könne freilich nicht abgeschätzt werden, welche Auswirkungen die Aufschüttung des „Stadtstrands“ am Rondell über die Wintermonate hinweg haben werde.

Was ist am Bahnhof möglich und was nicht

Bewährt haben sich in diesem Sommer nach Meinung der Stadt die Verkehrsinsel, die Stellplätze zwischen Verkehrsinsel und Museumsunterführung sowie die - auch durch aufgestellte Blumenkübel erzeugte - verengte Einmündung zur Wittelsbacherstraße – allesamt Beiträge zur Geschwindigkeitsreduzierung. Anke Henniger (FDP) regte in der Sitzung zum Schutz der Radler zusätzlich noch einen Fahrradstreifen ab Museumsunterführung in Richtung Bahnhof an, wobei sie unerwähnt ließ, dass viele Radler schon jetzt verbotener Weise die „reine“ Fußgängerunterführung durchradeln und ihrerseits Fußgänger gefährden. Ludwig Jägerhuber (CSU) machte darauf aufmerksam, dass zwischen Zebrastreifen und Kulturbahnhof seit diesem Jahr „nicht mal mehr Be- und Entladen erlaubt“ sei – die Verwaltung versprach, wenigstens dies wieder zu ermöglichen. Bürgermeister Patrick Janik, der erklärtermaßen heuer mit „See and the City“ ausprobieren wollte, was langfristig-perspektivisch am Bahnhof „möglich ist und was nicht“, auf die Frage von BLS-Stadtrat Michael Mignoli, wann denn nun der „große Umbau“ des Bahnhofsbereichs erfolgen werde: „Wir werden 2023 garantiert noch nicht Geld für alles haben, sondern alles schön nacheinander machen müssen.“ In der Oktober-Sitzung des Stadtrats sollen dann die „Endauswertung“ (inklusive per Fragebogen erhobenem Bürger-Feedback) erfolgen und die Maßnahmen festgelegt werden.

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