Öko-Auditierung  

"Legen Wert auf Umweltschutz"

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Andechs – Die Klosterbrauerei Andechs liefert ihre Biere über die Landesgrenze hinaus auch an die verwöhnten Gaumen in Russland und der USA.

Die Geschäfte laufen gut – neben einem vorzeigbaren Umsatz legt der Wirtschaftsbetrieb aber auch in Sachen Umweltschutz vor: Als nur 21 von deutschlandweit etwa 1.300 Brauerei-Betrieben haben die Andechser im Oktober zum fünften Mal die Öko-Auditierung nach den Richtlinien von EMAS (Eco-Management Audit Scheme) bestanden. Die Brauerei wandte für den umweltschonenden Ausbau rund eine Million Euro auf – und hat ständig neue Ziele vor Augen. „Alleine diese hohen Investitionen zeigen, dass wir großen Wert auf Umweltschutz legen“, sagte Betriebsleiter Alexander Reiss bei einem Pressegespräch. Seit 2008 konnte der gesamte Energieverbrauch - trotz konstanter hoher Nachfrage - um fast 20 Prozent gesenkt werden. Damit geben sich die Betreiber aber längst nicht zufrieden, denn die Zertifizierung gehört zu den weltweit anspruchsvollsten Systemen für nachhaltiges Umwelt-Management und duldet keinen Stillstand, fordert von den Zertifizierten laufende Verbesserungen in Sachen Umweltschutz. Die ständigen Kontrollen der EMAS, Transparenz in Form von veröffentlichten Zahlen in einer Umwelterklärung und die geforderten Zielsetzungen sind nicht nur für Betriebsleiter Alexander Reiss selbstverständlicher Teil der klösterlichen Vorgaben. „Dieses positive Expertenurteil zeigt uns, dass wir auch mit den geplanten Investitionen für die kommenden Jahre auf dem richtigen Weg sind“, freute sich Reiss. Nachhaltigkeit und Transparenz stehen dabei ganz oben auf der Prioritätenliste. So wurde der Einsatz von Lauge zur Reinigung der Anlage auf ein Minimum reduziert, Abwärme für die Erhitzung von Wasser genutzt. Auch der Erdgasverbrauch konnte dank des effizienten Brauprozesses und einer optimierten Gebäudeheizung verringert werden. In der Kälte-Anlage soll nach der Sanierung das CO2 wiederverwendet werden, der Wasserverbrauch zum Auswaschen der Flaschen reduziert werden. „Für unsere Klosterbrauerei hat der Umweltschutz eine herausragende Bedeutung. Wer in einem Kloster lebt, der muss nach der Weisung der Bibel auch Gottes Schöpfung an diesem Ort schützen und die natürlichen Ressourcen schonen“, begründete der Cellerar des Klosters, Pater Valentin Ziegler, die kostspieligen Maßnahmen. Der sorgsame Umgang mit den Ressourcen beinhaltet auch den Einkauf für die Produktion im regionalen Umkreis. Da das Kloster für die Produktion ohne Kirchensteuer auskommen muss, arbeitet sie gewinnorientiert. Dabei wolle man aber „keine Expansion um der Expansion Willen“, betonte der gelernte Winzer Pater Valentin Ziegler. Die Klosterbrauerei stehe dabei für ein langfristig ausgerichtetes organisches Wachstum und für eine kontinuierliche Verbesserung ihrer Ökobilanz. mk

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