Umwelt schonen und Geld sparen

Zur Nachahmung empfohlen

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Viele kleine Schritte, die langsam ihre Wirkung zeigen: Die „Ökoprofit-Teilnehmer 2013/2014“ bei der Auszeichnung im Starnberger Landratsamt.

Landkreis – Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen: In diesem Jahr geht die Auszeichnung zum „Ökoprofit-Betrieb 2013/2014“ an neun Unternehmen aus den Landkreisen Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau.

Sie drucken in schwarz-weiß und nicht mehr in Farbe, nutzen Nachtstrom und die Wärme der Kompressoren aus der Fertigung: Mit mehr als 20 Einzelmaßnahmen und einer großen Zahl weiterer Ideen beweisen die neun Betriebe, dass Ökonomie und Ökologie bestens zusammen passen können. Insgesamt sparen die neun Unternehmen jährlich etwa 4,3 Millionen Kilowattstunden Strom und Wärme und damit mehr als 220.000 Euro ein. Durch die Umsetzung der Maßnahmen reduzieren sich die CO2-Emissionen der Unternehmen pro Jahr um mehr als 1.000. Tonnen Kohlendioxid. „Wir haben Betriebe, die bereits seit über zehn Jahren mitmachen“, betonte bei der Verleihung Jörn Peter von Arqum (Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement), der die Teilnehmer von Ökoprofit (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelt-Technik) im Auftrag der drei Landkreise begleitet. Landrat Karl Roth versicherte, „diese Auszeichnung ist nicht leicht zu verdienen“, und sein Tölzer Kollege Josef Niedermaier beschrieb zum Hintergrund, „das Zertifikat soll auch immer daran erinnern, das eigene Tun und Handeln zu hinterfragen“. Die dritte im Bunde, die Weilheimer Vize-Landrätin Andrea Jocher-Weiß, lobte vor allem den Einklang „der Optimierung der Betriebe und der gleichzeitigen ökologischen Verbesserung“. Nachdem alle neun bereits in der Vergangenheit am Ökoprofit teilgenommen haben, war es besonders schwierig, weitere Einsparungen heraus zu holen, so Jörn Peter. Aber es sei dennoch gelungen, mit bestimmten Maßnahmen, für die sogar der eine oder andere Unternehmer ins Portemonnaie griff, Umweltresourcen zu schonen.

Aus dem Landkreis Starnberg kommt die international tätige Seefelder Firma 3M, die ihren Druckluftbedarf in den Produktionsräumen per integrierter Steuerung regelt. Auf regionale Produkte, vor allem in der Kantine, setzt das Internationale Bildungszentrum in Feldafing; die Andechser Firma Schölderle nutzt für das Beheizen der Werkshallen die Wärme seiner Kompressoren. Die in Wolfratshausen ansässige Lengersdorf GmbH hat auch Nachtstrom umgeschaltet; die Tunap KG, ebenfalls aus Wolfratshausen, lässt die Lampen nur noch per Bewegungsmelder leuchten; die Reinigungsfirma Greif Süd hat in die technische Ausstattung investiert, was auch die Gämmerler Kieswerke in Königsdorf gemacht hat. Um die „Stromspitzen“ zu senken, nutzt die Firma Polymold aus Pähl ebenfalls die Wärme seiner Kompressoren für den Heizungsbetrieb. Genauso macht das auch die Schleicher Fahrzeugteile GmbH aus Penzberg, die darüber hinaus die Sonnenenergie durch größere Fensterflächen nutzt und die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt hat. Wer sich für das „Ökoprofit 2014/2015“ bewerben möchte, wendet sich an den Landkreis-Umweltberater Herbert Schwarz in der Starnberger Kreisbehörde unter Telefon 08151/148-442; E-Mail umweltberatung@LRA-starnberg.de. O. Puls

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