ÖPNV

Mehr Bus-Fahrgäste werben

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Landkreis – Wie könnte eine gelungene Werbung für die Landkreis-Buslinien aussehen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Land- kreis-Verkehrsmanagerin Susanne Münster schon seit einiger Zeit. Vergangene Woche stellte sie den Mitgliedern im Verkehrs- sowie dem Kreisausschuss ihre Idee vor. CSU-Kreisrat Georg Scheitz hat dazu seine Vorstellungen, vor allem CSU-Kreisrat Georg Scheitz drängt schon seit längerem darauf, auf den Bussen explizit darauf hinzuweisen, dass diese durch den Landkreis und die Kommunen finanziert werden. Und auch der MVV, der das Gros der Fahrzeuge stellt, hat sich dazu seine Gedanken gemacht, wie man die Landkreise vielleicht etwas besser einbinden könnte. „Dieser Bus finanziert ihr Landkreis/ihre Gemeinde...“, so die Überlegung aus München. Mit dazu käme – ähnlich macht es die Stadt Starnberg bereits mit ihren Stadtbuslinien – noch ein entsprechendes Foto. Freilich nur auf der Rückseite der Regio-Busse, denn den MVV besteht auf sein Corporate Identity. „Das finde ich nicht so prickelnd“, befand Susanne Münster zu den Plänen. Ein Kompromiss werde allerdings in diese Richtung gehen, dämpfte Münster allzu große Hoffnungen. Dafür möchte sie auch Werbung in den Bussen plazieren, entsprechende Tafeln stünden in den Fahrzeugen zur Verfügung. „Dort könnte an auf Konzerte in den Gemeinden, große Landkreisveranstaltungen oder auch auf den neuen Fahrplan hinweisen“, warb Münster. An die rund 2.000 Haltestellen im Landkreis soll an den Aushängen zum Fahrplanwechsel die sogenannten QR-Codes aufgebracht werden. Damit kann der Nutzer die aktuellen Fahrpläne auf sein Smartphone übertragen. Auch der hauseigene Internetauftritt wird überarbeitet, ferner soll es beim Tourismusverband in Starnberg, in den Rathäusern sowie in Hotels Faltfahrpläne geben. Was die meist unübersichtliche Tarifstruktur angeht, will Münster an den Aushangplänen mit einem grünen Balken aufzeigen, wieviele Stationen etwa mit einem Kurzstreckenticket gefahren werden. Auch Anton Maier (Grüne) stellte im Kreis-Umwelt- und Verkehrsausschuss seine Überlegungen an, „wie die Bürger abholen werden können“. So baut Maier auf Radio-Werbung, „denn der Autofahrer kann ja nicht Zeitung lesen“, wie er etwas doppeltdeutig formulierte. Oder: Auf der Rückseite der „kommunalen Knöllchen“, wie der Grünen-Kreisrat die Verwarnungen für Falsch-Parken nannte, köne ebenfalls für den Landkreis-ÖPNV geworben werden. Vor allzu viel „selbst gehäkelter“ Werbung warnte der Gilchinger Bürgermeister Manfred Walter (SPD). „Ich kann mich noch an den etwas schwierigen Slogan ‘Wenn ich den See seh’, brauch’ ich kein Meer mehr’ erinnern“, betonte Walter. Vielleicht sollte man die Suche nach dem passenden Spruch doch lieber einer Werbeagentur überlassen. Und an die Adresse von Anton Maier gerichtet, schilderte CSU-Kreisrat Max Stürzer seine Erlebnisse in Bad Hindelang: „Dort haben sie die Fahrpreise halbiert und haben doppelt so viele Fahrgäste als früher.“ Landrat Karl Roth stellte die Hoffnung an; „dass uns schon noch die zündende Idee kommen wird“. Oliver Puls

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