Optimistisch in die Zukunft

Die PTC Telecom GmbH in Wörthsee Etterschlag blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück, das rasend schnell vergangen sei, so Geschäftsführer Thomas Padberg. „Wir befinden uns in einem großen Umbruch mit der kostengünstigen Telefonie über das Internet, der so genannten Voice-over-IP“. Diese Entwicklung setzt sich zunehmend auch bei unseren Kunden durch.“ Dazu zählen vor allem mittelständische Unternehmen und öffentliche Verwaltungen aus Bayern.

„Wir zeigen unseren Kunden, wie sie mit ihrer Telefonanlage ihre Kosten reduzieren, ihre Umsätze steigern und ihren Kundenservice verbessern können“, erklärte Padberg. Jeder nicht annehmbarer Anruf ob in einem Hotel oder Autohaus bedeute verloren gegangener Umsatz. Hier biete die PTC moderne Telekommunikation-Systeme mit vielen Möglichkeiten und einen kostenlosen Erreichbarkeits-Check. Der Einstieg in IT-Netzwerke eröffnet zudem vielfältige Möglichkeiten, die sich aus der Nutzbarkeit der Kundendaten für die Telefonie ergeben. „CTI (Computer-Telefonie-Integration) und UC (Unified Communications) sind hier die Zauberworte.“ Per Mausklick kann man mit CTI direkt aus der Kundendatenbank, aus einer MS-Outlook-Adresse oder einer Telefonbuch-CD heraus den gewünschten Ansprechpartner per Telefon anwählen. Ebenso werden die Daten bei einem eingehenden Anruf am Bildschirm angezeigt. „Unified Communications“ heißt, dass die gesamte Kommunikation vom PC-Arbeitsplatz aus zu erledigen ist: Telefongespräche, Faxe, E-mails, Anrufbeantworter, Voice-Mails. Padberg geht davon aus, dass es in fünf oder sechs Jahren nichts anderes gibt als „Voice over IP“. Allein mit dieser revolutionären Telefonie lasse sich viel Arbeitszeit sinnvoller gestalten, ist sich Vertriebsleiter Thomas Mayr sicher. Um zu testen, ob die Telefonie über das Datennetztwerk der Firma und das Internet möglich ist, hat die PTC Telecom „Xnereus“ entwickelt. „Mit diesem innovativen Produkt können wir alle Vorgänge in IT-Netzwerken überwachen und analysieren.“ Für Firmen mit maximal 20 Telefonen bietet die PTC Telecom mit „Xsip“ sogar eine Lösung zur Telefonie über das Internet an, ohne dass diese eine eigene Telefonanlage besitzen müssen. „Durch die große Nachfrage an unseren Produkten auch im Ausland, ist es für uns schwierig qualifizierte Mitarbeiter zu generieren.“ Allein in den beiden nächsten Monaten werden zwei Mitarbeiter engagiert, weitere Einstellungen erfolgen im Laufe des Jahres. „Deshalb bilden wir auch verstärkt junge initiative Mitarbeiter aus“, so Padberg, „die alle später übernommen werden“. Inzwischen liegt die Ausbildungsquote des Erfolgsunternehmens mit 60 Mitarbeitern bei zehn Prozent. Nächstes Jahr werden drei neue Azubis eingestellt. „Da wir unserer sozialen Verantwortung und unserer Vorbildfunktion bewusst sind, unterstützen wir dabei die Initiative ‘Sprungbrett Bayern’ des Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft“, ergänzt der Geschäftsführer. Um auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen eine berufliche Perspektive zu geben, haben die Padberg Brüder zudem zwei Behindertenarbeitsplätze im Vertriebsinnendienst und in der Technik eingerichtet. Wie wichtig dem Unternehmen eine harmonische Zusammenarbeit und der persönliche Kontakt zu ihren Kunden ist, zeigt sich auch bei dem alljährlichen Treffen im Weihnachtswald. „Dort verbringen unsere Mitarbeiter und ihre Familien gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden besinnliche Stunden.“ Als Zeichen des Dankes für das entgegengebrachte Vertrauen erhält jeder ein Weihnachtsbaum. Eine Woche später feiern das Unternehmen im Kreise der Mitarbeiter Weihnachten und Jahresabschluss. „An diesem Tag findet auch wieder unsere traditionelle Tombola statt“. Mit dem Erlös unterstützt die Belegschaft sozial Bedürftige in der Region wie auch Vereine, wobei die Geschäftsführung die Einnahmen verdoppelt. Im vergangnen Jahr ging der Erlös an das Altenpflegeheim Urban-Dettmar-Haus in Wörthsee. Was die momentane Finanzkrise betrifft, so blickt die PTC Telecom optimistisch nach vorne und geht von einem starken Wachstum aus, erklärt Mayr. „Die Finanzkrise öffnet für uns neue Geschäftsmöglichkeiten, auch weil sich die großen Konzerne in unserer Branche auf die großen Häuser konzentrieren und Siemens sich vom Mittelstandgeschäft zurückzieht. Von daher werden wir den prognostizierten Rückgang zwischen zwei und vier Prozent des Bruttosozialprodukts mit neuen Kunden aus dem Mittelstand auffangen“, resümierte Thomas Padberg.

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