Ein "Ort der Geselligkeit"

Schlüsselübergabe auf „Boarisch“: Architekt Florian Wiesler (l.) und sein Partner Tobias Schmidt (2.v.r.) übergeben symbolische ienen Schlüssel aus Brezenteig an Peter Maffay und Albert Luppart. Foto: Jaksch

Die „Peter Maffay Stiftung“ konnte am vergangenen Montag die ehemalige Jugendherberge Jägersbrunn als neues „Tabaluga-Haus“ eröffnen. Bei einer Einweihungsfeier mit zahlreichen Gästen freute sich der in Tutzing und Spanien lebende Stiftungsgründer Maffay: „Dies ist nach unserer Einrichtung auf Mallorca der zweite Schutzraum, den wir für Kinder schaffen konnten.“

Die bereits seit 1924 bestehende älteste Jugendherberge Bayerns wurde seit 1987 nicht mehr betrieben und dient nun nach einem Vierteljahrhundert des Dornröschenschlafs ihrer neuen Bestimmung. Sie solle für Kinder und Jugendliche wieder zu einem „Ort der Geselligkeit und Begegnung“ werden, so Maffay. Die Idee, das renovierungsbedürftige einstöckige Gebäude für einen solchen Zweck zu öffnen, war 2007 entstanden, als der stellvertretende Landrat und Geschäftsführer der Peter Maffay Stiftung, Albert Luppart, in kommunalpolitischer Runde dem Bayrischen Jugendherbergswerk den Vorschlag machte. BJHW-Präsident Gerhard Koller, Landratsamt und Stadt Starnberg griffen die Anregung auf und stellten der Stiftung das Gebäude für zunächst 25 Jahre in Erbpacht zur Verfügung. Dieses „Haupthaus“ wurde laut Architekt Florian Wiesler entfeuchtet und saniert und bekam ein neues Dach – ein weiteres „Sommerhaus“ auf dem gleichen Gelände ist in Planung. Bürgermeister Ferdi-nand Pfaffinger, der die im Landschaftsschutzgebiet gelegene Jugendherberge Jägersbrunn seit Schülertagen kannte, will sich für eine entsprechende Bauleitplanung einsetzen. Mit dem Besuch einer Gruppe israelischer und palästinensischer Jugendlicher wird das wiedereröffnete Haus bereits als Begegnungsstätte genutzt: „Jugendherbergen sind für mich der beste Platz zur Friedenssicherung, denn wo junge Menschen singen und tanzen, werden keine Kriege geführt“, sagte Koller unter starkem Applaus der Einweihungsgäste. Mehrere Redner und auch Peter Maffay sprachen bei dem großenteils mit Spendenmitteln wieder hergestellten Haus von einem „Rohdiamanten in Mitten der Natur“. Maffay nahm in einem Schlenker sogar kritisch Bezug zum bei Maising geplanten Gewerbegebiet und mahnte, diese Natur nicht zu gefährden oder gar zu zerstören. Der Tabaluga-Kinderchor und die Blaskapelle Pöcking umrahmten die Eröffnung bei herrlichem Frühlingswetter musikalisch, und zur allgemeinen Freude wurden auch zahlreiche Spenden überreicht: der dickste Scheck über 80.000 Euro durch die Stiftung „Tribute to Bambi“, repräsentiert durch die einstige Starnberger „Merkur“-Volontärin und heutige Chefredakteurin der „BUNTE“, Patricia Riekel. Die Segnung und Einweihung des neuen Tabaluga-Hauses übernahmen die Starnberger Pfarrerin Birgit Reichenbacher und Dekan Manfred Mahr. Dann wurde offiziell durch Architekt Wiesler ein symbolischer Schlüssel aus Brezn-Teig an Peter Maffay übergeben - dessen Schlusswort: „Ich wünsche mir, dass dieses Haus unter einem guten Stern steht“.

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