Peter Vogt erster Preisträger des FX-Erlacher-Förderpreises

„Ich freue mich darüber, dass die Wirtschaft nicht nur fordert, sondern auch fördert“, sagt Peter Vogt. Der 27-jährige Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen ist der erste Preisträger des neu ins Leben gerufenen FX-Erlacher-Förderpreises.

Schwerpunktthema des jungen Doktoranten sind „Atmosphärenmessungen mit dem ballongetragenen Heterodynspektrometer TELIS (Terahertz Limb Sounder)“. Für Otto Normalbürger ein durchaus schwieriges und auch schwer verständliches Thema. Doch Vogt kommt regelrecht ins Schwärmen, erzählt er von den Versuchen, eine im DLR entwickelte Apparatur mittels Ballon in 35 Kilometer Höhe zu schicken, um unter anderem Spurengase und deren Einfluss auf die Ozonchemie der Stratosphäre und auf das Klima zu messen. Dazu reisten Vogt, weitere Wissenschaftler und technisches Personal aus Deutschland, der Niederlande, Schweden und England bereits zwei Mal ins dünn besiedelte und auch kalte Schweden. „Wir hatten teilweise 32 Grad Minus“, erzählt Vogt. Da jedoch der Ozonabbau in kalten Regionen weit schneller erfolgt, als in wärmeren Gegenden, müssen Messungen auch bei entsprechenden Klimavoraussetzungen stattfinden. Für Franz Xaver Erlacher, er gehört dem Freundeskreis DLR an, ist Peter Vogt nicht nur ein passionierter und auch experimentierfreudiger Wissenschaftler, sondern ein Beispiel dafür, dass die bayerische Wirtschaft auf hochkarätigen Nachwuchs bauen kann. „Irgendwann gehe ich in die Wirtschaft“, verspricht Vogt, der seit November 2008 im Institut für Methodik und Fernerkundung im DLR arbeitet. Bis dahin aber will er seine Promotion in der Tasche haben, was insgesamt bis zu vier Jahre dauern kann. Von dem Förderpreis, es sind 2.000 Euro, will sich Vogt Bücher und ein privates Laptop kaufen. „Als junger Doktorand in der Region München lebend kann ich das Geld gut gebrauchen.“ Mit dem Förderpreis alleine ist es nicht getan, sagt Erlacher. „Mein Ziel ist, Peter Vogt innerhalb eines gut funktionierenden Netzwerkes auch weiterhin zu unterstützen.“ Dies bedeutet, dass Vogt schon jetzt zu Veranstaltungen unter anderem der IHK München, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung in Starnberg (GfW) und weiteren wichtigen Gremien eingeladen wird, um für später Kontakte zu knüpfen.

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