Pläne für Pfarrzentrum

Nach wochenlanger Arbeit liegt seit Freitag ein mögliches Nutzungskonzept für das sanierungsbedürftige Pfarrzentrum in Herrsching vor. Kirchenpfleger Josef Heiss stellte im Beisein von Bürgermeister Christian Schiller die Pläne zur Rettung der kirchlichen Einrichtungen vor. Klar ist, dass das Pfarrzentrum und der umliegende Gebäudekomplex deutlich wirtschaftlicher genutzt werden muss als es bislang der Fall ist. Die möglichen Kosten gibt Heiss mit insgesamt drei Millionen Euro an.

Aus dem maroden Pfarrheim, dem die Abrissbirne droht, soll in Zukunft ein Familienzentrum werden, so der Kern des Konzepts. Voraus gesetzt, die Diözese in Augsburg spielt mit. Sie hatte bislang Vorschläge aus dem Herrschinger Kirchenrat stets mit Verweis auf die Kosten abgelehnt. Vor allem der Kinderpflege will sich das Familienzentrum widmen. Und so soll der Kindergarten saniert und um eine Gruppe vergrößert werden. Weiter könnte ein Neubau Platz für 48 Krippenkinder schaffen, für weitere 50 Hortkinder soll das Pfarrzentrum entsprechend umgebaut werden. Die bisherige Pfarrerswohnung wird laut Heiss einem Verwaltungs- und Personaltrakt weichen müssen, die drei Mietwohnungen bleiben aber bestehen. Gleiches gilt für den Keller mit Kegelbahn und Schützenstand, die Garage könnte zu Gunsten eines Seminarraums wegfallen. Unbedingt behalten wolle man laut Heiss das alte Höllrieglhaus, das saniert werden und später einmal die Pfarrerswohnung und das Pfarrbüro beherbergen soll. Allein dieser Posten liegt bei 626.000 Euro. Die 2,4 Millionen Euro für Sanierung sowie Um- und Anbau des Pfarrzentrums würden sich laut dem Kirchenpfleger die Pfarrgemeinde, die Diözese, der Freistaat und die Kommune teilen. Gibt Augsburg sein Okay zu den Plänen, könnte die Diözese den Herrschingern außerdem einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent geben. Freude herrscht auch im Rathaus über die Pläne. Wohl in doppelter Hinsicht: Müsste das Pfarrzentrum abgerissen werden, würde den Herrschingern eine wichtige Institution und der Gemeinde ein großer Veranstaltungsraum fehlen. Und Bürgermeister Christian Schiller freute sich vor allem über das weitere Angebot an Kinderbetreuungsplätzen. Denn diese sind in Herrsching Mangelware, wie der Verwaltungschef auch jüngst im Gemeinderat angemerkt hatte. „Es wäre wirklich schön, wenn die Diözese mit uns gemeinsam das Beste für unsere Pfarrgemeinde realisieren würde“, hofft Heiss auf eine positive Rückmeldung aus Augsburg. Dort wird derzeit das Nutzungskonzept geprüft wird.

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